„Nur noch schnell den Spi-Baum gangbar machen!“ Mit diesem kleinen Satz von Leo wurde unsere Abreise von den Kanaren um lockere zwei Stunden verzögert. Wie bei so einem Boot in natriumchloridhaltiger Umgebung üblich, kann aus einer kleinen Sache etwas viel Größeres werden. So auch hier. Die Aufgabe: Befestigungssporn des Spi-Baums lösen. Da man weiß, dass dies mit etwas Überzeugung geschehen muss – Hammer mitnehmen.
Jetzt saß das Ding aber so fest, dass die Mimik demontiert werden musste, was einem Schraubenzieher und drei Schrauben das Leben kostete. Demontiert war‘s, nun saß der Sporn aber immer noch fest wie nichts Gutes. Obwohl unser wohlverstautes Werkzeug in einer überwältigender Vollständigkeit den Weg wieder an Deck gefunden hatte, fehlte dennoch das richtige „tool“. Also ab und den Hafen nach einer Stange absuchen. Ich fand eine mit deren Hilfe wir Sporn und Führung trennten. Leo erweiterte mit einer wunderbaren Vorrichtung aus Bohrmaschine, Splint und Schleifpapier den Innendurchmesser der Führung, Lukas bearbeitete den recht zerdöngelten Sporn mit einer Taschenmesserfeile und ich, ja ich, ich hab Bilder gemacht und bestimmt auch was ganz Tolles. Alles wieder zusammen basteln, Spi-Baum an Deck, Werkzeug unter Deck und Motor an.
Tschüss Teneriffa
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