Feines Passatsegeln, abends etwas auffriischder Wind (20-22kt) so dass wir nach einer Stunde mit durchgängig 7kt+ Fahrt die Genua etws wegrollen. Eigentlich hat der Windpilot auch mit ungerefftem Segel noch ausreichend gut gesteuert, zur Schonung der Steuerleinen und der Crew haben wir uns dann für 6-6.5kt Fahrt bei erheblich weniger Gier- und Rollbewegungen entschieden.
Wie auch die letzen Tage sind wir heute wieder der Großschiffahrt begegnet - sit unserer Abfahrt in Santa Cruz durchschnittlich ein Schiff am Tag. Fanden wir recht viel, so dass das AIS mit Kollisionsalarm jetzt nachts durchläuft (und Strom braucht) uns aber erheblich mehr Entspannung in den Nachtwachen bringt.
Überhaupt die Nachtwachen: Inzwischen sind wir vom "Einer ist immer an Deck" zu einer Art Bereitschaftsdienst gewechselt. Die Wache stellt sich alle 20min. einen Wecker und schaut nach dem rechten, nach zwei Stunden übernimmt dann der nächste. Es ist auch nachts warm genug, die fälligen Arbeiten an Deck (also Windpilot nachstellen, Segel reffen oder ausreffen) auch in kurzer Hose, T-Shirt und barfuß zu erledigen, das lästige an- und ausziehen von Ölzeug entfällt also.
Die fliegenden Fische nehmen an Menge und Größe zu, bald können wir uns das Angeln schenken und die Viecher von Deck einfach in den Topf sammeln. Es ist übrigens recht unangenhem, wenn man beim abendlichen Rotweintrinken plötzlich einen 20cm großen, glitschigen, nun nicht mehr fliegenden sondern heftig zappelnen Fisch in den Kragen geworfen bekomt...
Um die Albondigas zu rehabilitieren gabs heute welche (mit Nudeln), obwohl das Wetter alles andere als schlecht ist. Als Vorspeise gabs gebackene Bananen mit Ron-Miel und Honig.