Freitag, 14. Juni 2013
Montag, 3. Juni 2013
Daenisches Bettenlager - zweiter Versuch
.. da hat wohl was nicht ganz funktioniert wie geplant ...Daher hier zunaechst der Text, der eigentlich mit dem letzten Beitrag schon kommen sollte:
Seit heute Mittag ist die Aura nun auch offiziell in Irland angekommen - sprich Customs war an Bord und ich konnte die Q-Flagge einholen. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt, denn es war ein sehr unterhaltsames Einklarieren. Dabei standen weder die deutlich ueberhoehten Rum- und Bierreste an Bord sondern die Aura und unser Projekt NAC 2013 im Mittelpunkt. Und natuerlich Gillian, die Lady vom Custom Office - aber ohne Bild brauche ich hier gar nicht weiter berichten ...
Hermann hat bereits die Heimreise angetreten und ich bin dabei die Aura auf Vordermann zu bringen. Aktuell sind Matratzen, Kissen etc. zum Lueften komplett ueber das Boot verteilt. Man koennte denken in einer Filiale des Daenischen Bettenlagers zu sein!
Weitere Bilder folgen gleich. Ueber Crosshaven und die Eindruecke von hier dann das spaeter mehr.
Gruss
Uwe/ Nous
Seit heute Mittag ist die Aura nun auch offiziell in Irland angekommen - sprich Customs war an Bord und ich konnte die Q-Flagge einholen. Die Wartezeit hat sich aber gelohnt, denn es war ein sehr unterhaltsames Einklarieren. Dabei standen weder die deutlich ueberhoehten Rum- und Bierreste an Bord sondern die Aura und unser Projekt NAC 2013 im Mittelpunkt. Und natuerlich Gillian, die Lady vom Custom Office - aber ohne Bild brauche ich hier gar nicht weiter berichten ...
Hermann hat bereits die Heimreise angetreten und ich bin dabei die Aura auf Vordermann zu bringen. Aktuell sind Matratzen, Kissen etc. zum Lueften komplett ueber das Boot verteilt. Man koennte denken in einer Filiale des Daenischen Bettenlagers zu sein!
Weitere Bilder folgen gleich. Ueber Crosshaven und die Eindruecke von hier dann das spaeter mehr.
Gruss
Uwe/ Nous
Am Ziel!
Es ist vollbracht!
Heute frueh konnten wir den wohl schoensten Logbuch-Eintrag einer Ozean-Ueberquerung machen: "0640 - fest Crosshaven Boatyard, Motor aus". Nach 24,5 Tagen und 3.154 sm knallte der Champagnerkorken und die Havanna wurde angezuendet. Ein enzigartiges Erlebnis liegt hinter uns, den vollen Umfang des in den letzten Wochen Erlebten und Vollbrachten werden wir wohl erst nach etwas Zeit der Verarbeitung wirklich erfassen und bewerten koennen. Einzigartig natuerlich nur fuer uns, denn für die Crew der Etappe in die Karibik gilt Gleiches, ebenso fuer alle anderen die solch einen Toern einmal gemacht haben.
Was geschah seit unserem letzten Bericht?
Die Fahrt durch die Irische See war wunderschoen. An Steuerbord nach wie vor unbegrenzte See, an Backbord aber wieder Land, schoenes noch dazu. Bereits hier wurde klar, warum Irland die "Gruene Insel" genannt wird. Infolge nachlassender Winde gab es dann doch keine Nachtankunft. Erst mit der Morgendaemmerung erreichten wir die Ansteuerungstonne. Es folgte die Fahrt durch den Hauptsund und der Schwenk in den Seitenarm mit den Marinas. Dort fuhr Hermann dann noch einige Kringel, bis wir einen uns genehmen Liegeplatz fanden und ich alle Leinen und Fender zum Festmachen ausgemacht hatte.
Nach Champagner und Havanna wollte ich uns dann beim Custom anmelden. Leider Fehlanzeige, denn alle in den Guides genannten Stellen nahmen den arbeitsfreien Sonntag ernst. Erst Stunden spaeter und mit Hilfe eines Marinebrookers bekamen wir Kontakt. Ergebnis: Einklarieren erfolgt erst am Dienstag(Montag ist Bank-Holliday), aber wir duerfen bei weiterhin gehisster Q-Flagge schon an BEIDE an Land. Ich hatte mich im Geiste bereits darauf eingerichtet, die Formalitaeten wie ueblich als Kapitaen alleine, aber ersatzweise in Dublin vornehmen zu duerfen ...
Die ganze Reise waere ohne einige Randbedingungen so nicht moeglich gewesen.
Da ist natuerlich die Aura selbst an erster Stelle zu nennen. Dann Leo und Lukas, die diese Perle erworben haben. Insbesondere fuer uns als Zweiercrew ist der Windpilot als unabdinbgbares drittes Crewmitglied zu nennen (wann bekommt er eigentlich einen Biernamen?)
Soviel fuer heute.
Ich versuche euch morgen noch Bilder einzustellen. Und dann natuerlich die Antwort auf die Frage "Wie geht es weiter?". Dazu heute nur soviel: Crosshaven bzw. Cork als naechste Stadt hat einen Flughafen und ist somit aus Deutschland leicht zu erreichen ... !
Navigare necessare est!
Uwe / Nous
Heute frueh konnten wir den wohl schoensten Logbuch-Eintrag einer Ozean-Ueberquerung machen: "0640 - fest Crosshaven Boatyard, Motor aus". Nach 24,5 Tagen und 3.154 sm knallte der Champagnerkorken und die Havanna wurde angezuendet. Ein enzigartiges Erlebnis liegt hinter uns, den vollen Umfang des in den letzten Wochen Erlebten und Vollbrachten werden wir wohl erst nach etwas Zeit der Verarbeitung wirklich erfassen und bewerten koennen. Einzigartig natuerlich nur fuer uns, denn für die Crew der Etappe in die Karibik gilt Gleiches, ebenso fuer alle anderen die solch einen Toern einmal gemacht haben.
Was geschah seit unserem letzten Bericht?
Die Fahrt durch die Irische See war wunderschoen. An Steuerbord nach wie vor unbegrenzte See, an Backbord aber wieder Land, schoenes noch dazu. Bereits hier wurde klar, warum Irland die "Gruene Insel" genannt wird. Infolge nachlassender Winde gab es dann doch keine Nachtankunft. Erst mit der Morgendaemmerung erreichten wir die Ansteuerungstonne. Es folgte die Fahrt durch den Hauptsund und der Schwenk in den Seitenarm mit den Marinas. Dort fuhr Hermann dann noch einige Kringel, bis wir einen uns genehmen Liegeplatz fanden und ich alle Leinen und Fender zum Festmachen ausgemacht hatte.
Nach Champagner und Havanna wollte ich uns dann beim Custom anmelden. Leider Fehlanzeige, denn alle in den Guides genannten Stellen nahmen den arbeitsfreien Sonntag ernst. Erst Stunden spaeter und mit Hilfe eines Marinebrookers bekamen wir Kontakt. Ergebnis: Einklarieren erfolgt erst am Dienstag(Montag ist Bank-Holliday), aber wir duerfen bei weiterhin gehisster Q-Flagge schon an BEIDE an Land. Ich hatte mich im Geiste bereits darauf eingerichtet, die Formalitaeten wie ueblich als Kapitaen alleine, aber ersatzweise in Dublin vornehmen zu duerfen ...
Die ganze Reise waere ohne einige Randbedingungen so nicht moeglich gewesen.
Da ist natuerlich die Aura selbst an erster Stelle zu nennen. Dann Leo und Lukas, die diese Perle erworben haben. Insbesondere fuer uns als Zweiercrew ist der Windpilot als unabdinbgbares drittes Crewmitglied zu nennen (wann bekommt er eigentlich einen Biernamen?)
Soviel fuer heute.
Ich versuche euch morgen noch Bilder einzustellen. Und dann natuerlich die Antwort auf die Frage "Wie geht es weiter?". Dazu heute nur soviel: Crosshaven bzw. Cork als naechste Stadt hat einen Flughafen und ist somit aus Deutschland leicht zu erreichen ... !
Navigare necessare est!
Uwe / Nous
Sonntag, 2. Juni 2013
Land in Sicht!
Heute (Samstag) frueh um 0901 Uhr Bordzeit = UTC machte Hermann Land an Backbord voraus aus. Irland! Am 24. Seetag, nach gut 3.000 sm liegt der Atlantik nun fast hinter uns und wir laufen in die Irische See ein. Bis zu unserem Ziel, Crosshaven, sind es nun keine 100 sm mehr. Insgesamt wieder drei Gruende, um mit einem guten Schluck Rum anzustossen.
Gerade noch rechtzeitig ist unsere selbstgebastelte irische Gastlandsflagge fertig geworden. Wie schon angedeutet, war hier Improvisation gefragt, da wir keine Irlandflagge dabei haben. Aber die italienische ist vorhanden. Ein guter Anfang, da somit bereits Gruen und Weiss vorhanden sind. Das Rot Italiens muss nun noch durch Gelb-Orange fuer Irland ersetzt und das Wappen ueberdeckt werden. Nicht exakt, aber ausreichend gut sind hier das Gold unseres alten, zerschlissenen Adenauers (eigene Nationale) und Reparatursegeltuch einsetzbar. Dummerweise ist das noch vorhandene Reststueck vom Adenauer nicht gross genug, und ein wenig Italienisch-Rot ist nicht abgedeckt. Also weiter suchen! Fuendig werde ich bei den Putzvorraeten. Die Spuellappen sind zwar eher zitronengelb, aber es gibt nichts anderes - und es ist ja nur ein kleines Stueck. Jetzt alles schnell auf die italienische Flagge aufnaehen. Schnell? Da habe ich mich wohl getaeuscht! Bestimmt 10 Faden Faden, besser 10 Faden Takelgarn, habe ich bestimmt benoetigt. Die Umrechnung in Meter ueberlasse ich dem geneigten Leser ...
Mit der wohl weltbesten irischen Gastlandsflagge passierten wir dann den Fastnet Rock. Bei den maessigen Winden wie heute ein echter Genuss. Noch dazu weit und breit kein anderes Boot. Man fuehlt sich, als haette man den ganzen Atlantik exklusiv fuer sich. Schoen, dass auch in der Heimat mitgefiebert wird. Dank der AIS-Daten waren einige wohl live dabei!
Aktuell sind wir noch segelnd auf dem Weg nach Crosshaven. Es scheint mal wieder auf eine Nachtankunft hinauszulaufen. Na mal abwarten und dann nach Lage der Dinge entscheiden ob wir einlaufen oder doch lieber draussen auf das Tageslicht warten.
Bis denne
Uwe/ Nous
Gerade noch rechtzeitig ist unsere selbstgebastelte irische Gastlandsflagge fertig geworden. Wie schon angedeutet, war hier Improvisation gefragt, da wir keine Irlandflagge dabei haben. Aber die italienische ist vorhanden. Ein guter Anfang, da somit bereits Gruen und Weiss vorhanden sind. Das Rot Italiens muss nun noch durch Gelb-Orange fuer Irland ersetzt und das Wappen ueberdeckt werden. Nicht exakt, aber ausreichend gut sind hier das Gold unseres alten, zerschlissenen Adenauers (eigene Nationale) und Reparatursegeltuch einsetzbar. Dummerweise ist das noch vorhandene Reststueck vom Adenauer nicht gross genug, und ein wenig Italienisch-Rot ist nicht abgedeckt. Also weiter suchen! Fuendig werde ich bei den Putzvorraeten. Die Spuellappen sind zwar eher zitronengelb, aber es gibt nichts anderes - und es ist ja nur ein kleines Stueck. Jetzt alles schnell auf die italienische Flagge aufnaehen. Schnell? Da habe ich mich wohl getaeuscht! Bestimmt 10 Faden Faden, besser 10 Faden Takelgarn, habe ich bestimmt benoetigt. Die Umrechnung in Meter ueberlasse ich dem geneigten Leser ...
Mit der wohl weltbesten irischen Gastlandsflagge passierten wir dann den Fastnet Rock. Bei den maessigen Winden wie heute ein echter Genuss. Noch dazu weit und breit kein anderes Boot. Man fuehlt sich, als haette man den ganzen Atlantik exklusiv fuer sich. Schoen, dass auch in der Heimat mitgefiebert wird. Dank der AIS-Daten waren einige wohl live dabei!
Aktuell sind wir noch segelnd auf dem Weg nach Crosshaven. Es scheint mal wieder auf eine Nachtankunft hinauszulaufen. Na mal abwarten und dann nach Lage der Dinge entscheiden ob wir einlaufen oder doch lieber draussen auf das Tageslicht warten.
Bis denne
Uwe/ Nous
Samstag, 1. Juni 2013
23.ster Tag auf See
Am 26.5. nach Sueden abgebogen, um dem Sturmtief westlich Irland zu entkommen, hatten wir eine Berg- und Talfahrt mit ordentlichen Wellenhoehen. Aus manchen Taelern duerfte der Mast der Aura den naechsten Berg nicht mehr ueberragt haben. Na, jedenfalls waere ein Sailhorse zu verstecken... Da der Wind selten ueber 35 Knoten war gab es keine Brecher. Die Aura ist brav rauf und runter gefahren. Immerhin war Uwe zu erstaunen, wie schnell die Aura mit einer "handtuchgrossen" Fock noch unterwegs sein kann. Allerdings war dauerndes Oelzeug angesagt, Gischt kam oefters ueber, ein Aufenthalt ohne Dusche im Cockpit war nicht realistisch. Da der Windpilot alles brav gesteuert hat, mussten wir aber selten raus.
Seit dem 28.5. sind wir nun wieder auf richtigem Kurs Richtung Crosshaven / Cork in Irland. Leichte bis moderate Winde von 7 - 17 Knoten schieben uns nun auf Steuerbordbug Richtung Fastnet Rock. Nur zum Segeltausch haben wir zum 2.ten Mal den Motor angeworfen, auch jetzt reicht die Sonneneinstrahlung zum taeglichen Laden des Akkus. Jedenfalls fahren wir nun mit ausgerollter Genua 5 - 7 Knoten. Stand Wettervorhersage mit Zygrib jetzt, werden wir Sonntag frueh in Irland eintreffen.
In dieser Reise werden wir die 3000 Seemeilen knacken - nein, das war kein Vorsatz, das Sturmtief ist schuld!
Stunden spaeter auf Nachtwache: Wor merken, wir naehern uns dem Kontinentalsockel, das Meer wird unruhiger, Lichter links und rechts. AIS mneldet 4 Fischer an Backbord und einen an Steuerbord, franzoesische und spanische - keine irischen.
Am Sonnabend werden wir Land sehen - wenn die Sicht so klar bleibt wie jetzt gerade. Schoen, weil die letzte Nacht ziemlich nebelig war.
Noch amn Rande: Unsere Bordzeit ist jetzt UTC - 2 Stunden frueher als in Berlin und auf die geloggten 3000 Seemneilen haben wir schon mit Bermudarum angestossen.
Viele Gruesse
Hermann /Skipper und Uwe /Nous
Seit dem 28.5. sind wir nun wieder auf richtigem Kurs Richtung Crosshaven / Cork in Irland. Leichte bis moderate Winde von 7 - 17 Knoten schieben uns nun auf Steuerbordbug Richtung Fastnet Rock. Nur zum Segeltausch haben wir zum 2.ten Mal den Motor angeworfen, auch jetzt reicht die Sonneneinstrahlung zum taeglichen Laden des Akkus. Jedenfalls fahren wir nun mit ausgerollter Genua 5 - 7 Knoten. Stand Wettervorhersage mit Zygrib jetzt, werden wir Sonntag frueh in Irland eintreffen.
In dieser Reise werden wir die 3000 Seemeilen knacken - nein, das war kein Vorsatz, das Sturmtief ist schuld!
Stunden spaeter auf Nachtwache: Wor merken, wir naehern uns dem Kontinentalsockel, das Meer wird unruhiger, Lichter links und rechts. AIS mneldet 4 Fischer an Backbord und einen an Steuerbord, franzoesische und spanische - keine irischen.
Am Sonnabend werden wir Land sehen - wenn die Sicht so klar bleibt wie jetzt gerade. Schoen, weil die letzte Nacht ziemlich nebelig war.
Noch amn Rande: Unsere Bordzeit ist jetzt UTC - 2 Stunden frueher als in Berlin und auf die geloggten 3000 Seemneilen haben wir schon mit Bermudarum angestossen.
Viele Gruesse
Hermann /Skipper und Uwe /Nous
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