Dienstag, 26. Februar 2013

Zwei Hände voll Eiswürfel...

...eine Dose Kokusnusscreme, ein halber Liter Annanassaft und eine halbe Flasche Westerhall-Rum von der Destille nebenan und etwas Grenadine-Sirup geben einen guten Drink ab. Ob das nun ein Rumpunsch ist oder eher Pina-Colada ist noch nicht endgültig geklärt, wir werden das aber weiter testen :-)
Der Teekessel gibt ein prima Cocktailmischgefäß ab

Nachdem wir beim ersten Lebensmitteleinkauf nur relativ teuren, auswärtigen Rum gefunden (und dann aus Prinzip nicht gekauft hatten) gab es heute das Aha-Erlebnis: Diverse Rumsorten aus Grenada, zwischen 40% und 70% und 6-7Euro pro 0.75l-Flasche. Wir haben uns erstmal eingedeckt.

...fertich is der Tee.

Sonntag, 24. Februar 2013

Grenada


Hallo ihr Lieben,
Wir sind in den frühen Morgenstunden in die Prickly Bay eingelaufen und haben nach kurzem Orientieren an der Prickly Bay Marina festgemacht. Wir fühlten uns sofort Zuhause. Obwohl Tobago sehr nett war und die Leute super freundlich waren, ist es hier doch etwas gewohnter und gemütlicher. Der Zoll und Einwanderung sind gleich in der Marina und im gleichen Büro. Also erst einmal legal einreisen. Natürlich nicht ohne uns vorher gestärkt zu haben. Nun waren die Behördengänge überstanden und die erste Frischwasserdusche seit den Cape Verde hatte einen unglaubliche Anziehungskraft. Gefühlt 2 kg leichter und die Haare luftig und nicht an den Kopf geklebt, ging es jetzt an die Entsalzung unserer Wäsche. Zum Glück gab es eine Wäscherei in der Marina und so konnten wir nach etwas Warten und einem ersten Gang in die 2km entfernte Stadt zum Geldholen, unsere wohlriechende und weiche Wäsche entgegennehmen. Dann war es irgendwann 17 h, Happy Hour an der Marina Bar. So setzten wir uns zum ersten Mal den Gefahren der Karibik aus und genossen erst ein, dann zwei und dann… Rumpunch. Der nächste Morgen begann mit schwerem Kopf und alles lief etwas langsamer. Wir sind in der Karibik angekommen… Leo machte sich gegen 12 h auf zum Flughafen um Elger abzuholen. Wir sind nun also zu viert und wir sahen an Elger wie wenig Sonne wohl zur Zeit in Deutschland ist. Der Abend lief recht vergleichbar mit dem vorangegangenem, nur diesmal gab es noch tolle Live Musik. Heute haben wir uns ein Auto gemietet und ich bin jetzt im Besitz eines temporären Grenadischen Führerscheins. Gefahren wird links und die Straßen sind etwas breiter als auf Tobago, aber unser Auto ist etwas größer/breiter. Wir fuhren auch hier durch viele kleine Orte, in denen das Leben komplett auf der Straße stattfindet. Wir entschieden uns für eine Wanderung zu den 7 Sisters Falls. Wir fuhren eine kurze spannende Straße entlang, wo der ein oder andere „Guide“ und am Ende winkte ein Einheimischer mit Mütze und Machete. Es regnete als wir losliefen, passenderweise in den Regenwald. Der Weg war durch den Regen recht aufgeweicht und rutschig, aber da uns vom Guide noch schnell mit der Machete Bambus-Wanderstöcke geschnitzt wurden, hatten wir sicheren Halt. Viel Grün, viel Wasser, viel Spaß und ein lustiger Guide. In einem der oberen Pools ließen wir es uns nicht neben ein schönes Süßwasserbad zu nehmen. Wir fuhren weiter nach Grenville, welches den Charme von Tobago hat. Viel Trubel auf den Straßen und lauter kleine Läden. Nach einem schmackhaften Essen im Melting Pot und einem leckeren Eis ging es zurück auf die Straße Richtung Marina. Happy Hour ist schon vorbei, aber unserer Bordkühlschrank bietet uns eine üppige Auswahl von spanischen und karibischen Bier.

Prost und Liebe Grüße
Chris

Ps: Wir haben Crew T-shirts J  ,,, sehr schick    

Elgers Anflug auf Grenada
Erfrischendes Bad im Pool des Wasserfalls

Haltung annehmen und T-shirts präsentieren

Stärkung im Melting Pot

Stärkung an der Bar

I'm a good guy, treat me well...

Der Weg zu den Wasserfällen

Zwei der Schwestern

Grenville

Straßenfood


Tschüß Tobago


Nachdem wir noch ein paar schöne Stunden auf Tobago verbracht haben, sind wir bei recht wechselndem und nassen Wetter nach Grenada gesegelt.
Aber hier noch ein paar Bilder von Tobago.
Wir wollen ja den sehr dezenten Bitten, mehr Bilder zu posten nachkommen J
Antennen können sich auch ihrer Umgebung anpassen


Der Weg in den Dschungel

Na mein Kleiner, wer bist denn du?

Der Weg vom Dinghy ans Land







Unser gefundener Wanderweg

Klopf Klopf


Der Strand von Charlotte Ville
Pidgeon Point

Angeberfotovomallerfeinsten...

Die Aura im Hafen von Scaborough

Weitere Bilder der Überfahrt

 

Mittwoch, 20. Februar 2013

Tobago mittendrin


Hallo ihr Lieben,
eigentlich hätte ich noch so viele Ergänzungen zu Leos Geschichten, zum Beispiel wie drei Typen mit einem roten Sack mit ihrem Dinghi an einem Strand landen und wieder ablegen, die Geschichte von mir und meiner ersten Dinghifahrt und dem Fehlen von Benzin, oder einer ganz „relax“-ten Taxifahrt, aber ich werde einmal von heute schreiben und euch so auf dem Laufenden halten.
Der Tag begann mit Regen, dann Sonne und einem leckeren Früstück an Deck. Da unsere Nachbarn aus Hawai unser Besorgtsein um einen festsitzenden Anker nicht teilen und auch so nicht den Aufwand eines Heckankers, oder zu mindest eines festen Bugankers auf sich nehmen,wurde unsere Tagesplanung um 2 Stunden nach hinten verschoben. Das Boot berührte beim Schwojen mit dem Heck unseren Bugkorb. Ohne das wir etwas dagegen machen konnten wehrte sich die Aura hebelte den am Heck befindlichen Außenborder des gegnerischen  Bootes aus und versenkte ihn auf den Boden des Hafenbeckens. Das Rot unserer Buglaterne wurde etwas rampuniert, aber letztendlich ein klares 1:0 für die Aura. Wir warteten, unter laufendem Motor zur Energiegewinnung, auf die Rückkehr der Besitzer, verholten uns dann aber angesichts der Zeit 5 Meter nach hinten und hinterliesen einen Zettel.
Also alle einsteigen und ab in den wirren Verkehr von Tobago mit dem Ziel ein wenig die Küstenstraßen entlang zu fahren, aber hauptsächlich die Straßen durch die Berge. Unser erster Halt war der GreenhillWaterfall, den wir nach ein paar kleinen Umwegen sofort fanden. Wir kletterten fröhlich über Stock und Stein, sahen Vögel, Fische und Eidechsen und genossen die Abgeschiedenheit und Ruhe. Die weiterführenden Straßen entpuppten sich als interessante Passstraßen, eng windend und manchmal nicht mehr als eine Schotterpiste. Wir fuhren weiter ins Landesinnere und ins gefühlte Herz des Regenwaldes. Der Bewuchs wurde noch üppiger und alles erstrahlte in einem satten Grün. Wir hielten an einem unscheinbaren Rasenplatz am Straßenrand von dem aber ein Weg weiterzuführen schien. Nach einer kurzen Erkundung von Leo entschlossen wir uns dem Weg zu folgen. Eine gute Entscheidung. Zwar kamen wir nirgenswo an, denn der Weg hörte irgendwann auf, oder war zumindestens unbegehbar, aber ganz nach dem Motto: „Der Weg ist das Ziel“ hatten wir eine wunderbare einstündige Urwaldwanderung. Viele verschiedene Pflanzen mit großen und kleinen Blättern und Blüten säumten den Weg, eingebettet in eine Geräuschkulisse erzeugt von Vögeln, Blätterrauschen und fernem Wasserfall. Ja, es war sehr schön und wir kamen etwas geschwitzt aber sehr erholt aus dem Wald zurück zum Auto. Das Tobago Rich Rainforrest Reserve hielt noch weitere Wanderwege bereit, aber da die Zeit schon zu weit vorangeschritten war ließen wir sie unbegangen. Der Rückweg zur Aura führte weiter über schlängelnde Straßen und viel Trubel und heiteres Treiben am Straßenrand. Nachdem wir auf der Aura verschnauft hatten und ein kühles Carib genossen, ging es zum Essen zurück in die Stadt. Der angepeilte Italiener, der uns am ersten Abend schon gute Dienste geleistet hatte, hatte leider zu und wir mussten umdispunieren. Wir waren ja eigentlich auf der Suche nach einem typischen Landesgericht und als wir zum dritten Mal Chicken Chicken Chicken als Möglichkeit angeboten bekommen hatten und unsere eigenen Erkundungsversuche erfolglos blieben, entschieden wir uns für einen Burgerimbiss am Straßenrand. Der Burger war lecker und es gab herlichstes Straßenkino kostenlos dazu. Und als wir da so saßen und die Leute beobachteten, dämmerte uns, dass wir doch Erfolg hatten, denn Pommes mit Burger, oder Pommes mit CHICKEN ist durchaus ein Nationalgericht.
Und weil ich so brav war und fleißig geschrieben habe, habt ihr euch doch noch eine kleine Geschichte verdient.

Unser erstes Anlegemanöver mit dem Dinghi erfolgte an einem kleinen Strand. Er sah ganz ruhig aus, aber als wir alle mit kurzen Hosen im Wasser standen und auch die ersten paar Zentimeter Hosenbeine schon Salzwasser gesehen hatten, kam die Fähre in den Hafen gelaufen. Hosen nass, die Handys zum Glück trocken. Nach fleißigem Lachen und einstimmigen Schulternzucken ging es ab in die Stadt.
Das Ablegemanöver stand dem Anlegemanöver in nichts nach und war sogar noch besser. Hosen hochgekrempelt und ab ins sehr ruhige Wasser, Leo an forderster Front. Wir wollten gerade einsteigen, als ein kleiner Brecher aus dem Nichts Leo bis zur Hüffte flutete. Handy schnell aus der Tasche, alles gut gegangen. Leo:“Wir müssen ja nicht alle nass werden!“ Darauf stieg Lukas in das Dinghi ein und bekam das Handy gereicht. Ein zweiter Brecher, das Wasser war die ganze Zeit super flach, machte es sich zur Aufgabe das Dinghi anzuheben und gleichtzeitig das Innere mit Wasser zu fluten. Lukas, nun auch nass, streckte mutig den Arm mit dem Handy in die Höhe,was ein super Anblick war, und kümmerte sich dann um sein eigenes. Wir schafften es dann doch noch alle hinein und mit viel Gelächter ging es zum Boot. Nach einem wohlverdienten Glas Sherry ging es ab ins Bett.
Und das mach ich jetzt auch, ist nämlich spät.
Liebe Grüße, Chris  





Dienstag, 19. Februar 2013

Unterwegs auf Tobago

Montag früh haben wir uns auf den Weg zu "Shermans Car-Rental" gemacht, laut Tourikarte etwa 1.5km. Der Weg erweist sich als etwas länger als gedacht, wir müssen ein recht erbärmliches Bild abgegeben haben,mit  wasserdichtem Packsack und Wasserflasche bewaffnet in sengender Hitze die schattenfreie Straße entlang. Wir werden nach etwa 20min Fußmarsch aufgegabelt ("You need a transport?") und die verbleibenden 3km gefahren.
Shermans erweist sich als Einfamilienhaus mit angeschlossenem Schrottplatz. Auto gibts heute nicht. Wir hätten doch anrufen sollen. "I have a car for you tomorrow morning or tomorrow someday..." Wir lehnen dankend ab und fahren mit dem nächsten "Transport" zum Flughafen und bekommen dort tatsächlich einen fast neuen Nissan für "nur" 120US$ für 2 Tage - wenn man die spanischen Automietpreise gewöhnt ist, ganz schön happig.
Mit dem guten Stück fahren wir (genauer gesagt, Chris fährt) Richtung Norden in den Regenwald und nach Charlottville. Im übrigen wird hier, ganz britisch, auf der linken Straßenseite gefahren. Das und auch der Fahrstil lassen wohl durchaus australisches Feeling aufkommen wie unser Fahrer behauptet :-)
Durch den Regenwald ein Flussbett entlang

...zum Wasserfall
...nach Charlottville

Der Strand in Charlottville
Chalottville, die zweitgrößte Stadt hier, besteht im übrigen aus dem Strand, einem Sportplatz, Bibliothek, Police-Station und Post-Supermakt-Kramladen. Dazu noch etwa 150 bunte Hütten, weit gestreut über die grünen Hänge.

Im Vordergrund der Fischladen, im Hintergrund der Post- und Kramladen

Und die eine oder andere Fressbude gibts auch, allerdings gibt nicht in jeder was zu essen. Ein Beispiel: Wir fragen drei Hanseln in einer Burgerbraterei "Do you have something to eat?" - "No, the guy is not here, maybe he comes later - you can come back later if you want...."
Wir haben dann aber ein paar Meter weiter doch noch was bekommen...

Fish&Ships und Burger




Welcome to my beautiful island

Zunächst kurz was technisches:  Das WLAN funktioniert hier nur recht zufällig - ich werd versuchen nach und nach ein paar Fotos zu posten, ansonsten aber, ganz nach karibischen Vorbild: Morgen (d.h. irgendwann zwischen heute Nachmittag und nächster Woche) kommen auch die Fotos :-)

Also: Nachdem wir in die Nacht zum Sonntag nur noch einen etwas unruhigen Ankerplatz gefunden haben, haben wir uns am Sonntag früh an den Fischerei-Pier verholt um die Einreiseformalitäten zu klären.
Zunächst also zum Zoll, der hat uns dann aber wieder weggeschickt zum Immigration-Office etwa 500m weiter im Fährterminal. Die Secrurity dort meine, am Sonntag wäre das Immigration-Office zu (also Sonntags keine Einreise nach Tobago?!) und wir sollen morgen wiederkommen. Dann also zurück zum Zoll, um diesen auch auf morgen zu vertösten. Der rief nun aber die Security an und erklärte denen, dass man auch Sonntags einreisen kann und wir trotteten wieder zum Terminal. Die nun kundige Security hat uns dann auch brav zur Einreise-Beamtin gebracht wo wir zwei Formulare jeweils in vierfacher Ausfertigung mit Blaupapier(!) ausgefüllt haben. Dann gabs noch einen ganzen Schwung Stempel und wir mussten den Overtime-Fee von 100TT$ (ca. 16Euro) bezahlen. In US$ konnte man dort nicht bezahlen, also ab zum Geldautomaten und zurück (Quittung, Stempel usw.) und mit einem herzlichen "Welcome to Tobago" wurden wir dort verabschiedet.

Zurück beim Zoll haben wir ein Teil der Einreisepapiere abgegeben und ein weites Formular (praktisch gleichen Inhalts, mit ein paar Zusatzfragen über die Menge der Drogen, die wirmitführen) ausgefüllt. Jedes Formularfeld wurde vom Beamten mit "lovely, lovely, lovely" kommentiert, dann mussten wir auch hier noch ein bisschen was bezahlen wofür unsere frisch geholten TT$ aber nicht mehr reichten. Also gabs ein abenteuerliches Gerechne mit dem Ergebnis, dass wir (mangels Wechselgeld für 5US$ jetzt noch 4TT$ beim Tobago-Zoll gut haben - die können wir uns aber morgen abholen...

Mit "Welcome to my beautiful island" wurden wir entlassen - nun sind wir also offiziell angekommen.

Das ganze hat so etwa 2h gedauert und einen guten Einblick in die hiesige Lebensweise gestattet: Unglaublich freundlich, ein wenig chaotisch und unglaublich langsam.

Den Rest des Sonntags haben wir mit baden und einem ersten Stadterkundungsrundgang verbracht, was damit endete, dass wir wahrscheinlich in der örtlichen Zeitung erscheinen, das ist aber eine andere Geschichte und soll ein andermal erzählt werden :-)

Die Aura im Hafen von Scaborough



Sonntag, 17. Februar 2013

Im Ziel

So, das wars also: Nach 16 Tagen und 4 Stunden fällt unser Anker um 22:30BZ in der Rockly Bay vor der Stadt Scaborough, Tobago.
Wie zu erwarten haben wir das Rennen gegen die Dunkelheit verloren und sind von Mond, Sternen und einer üppigen Stadtbeleuchtung begleitet in die Bucht eingelaufen. Zum anlegen an einen unbeleuchteten und nur spärlich kartierten Steg hat's nicht gereicht, daher ankern wir heute und schauen uns das ganze morgen bei Tageslicht an. Und dann gibts endlich auch ein paar Fotos.

Samstag, 16. Februar 2013

Land in Sicht

..um 13:45 BZ, also 17:45MEZ haben wir die Nordspitze von Tobago in Sicht.

Logbuch

14. Februar: Trotz nächtlichem reffen das beste Etmal der Reise - 156sm von Mittag bis Mittag. Als tagesstrukturierende Maßnahme ist heute die Kontrolle des Bierdosenschapps angesagt, aus dem es verdächtig nach Bierkeller riecht. Und tatsächlich, zwei Dosen sind geplatzt, eine davon offensichtlich schon vor längerer Zeit - brrr. Die gute Nachricht ist (also neben der, das es noch genug volle Dosen gibt), dass die Schapps der Aura dicht sind und sich der Siff also auf geneu ein Fach beschränkt. Der Klassiker zum Abendbrot: Nudeln mit Albondigas.

15.Februar: Es ist mit 20-22kt noch immer recht windig und wird wohl auch bis auf weiteres so bleiben. Zwei sich kreuzende Dünungen sorgen (mal wieder) für heftige Rollbewegungen. Zum Mittagsetmal (148sm) sind es noch 190sm nach Scaborough, Tobago. Wenn wir uns beeilen, schaffen wir das morgen ganz knapp vor Einbruch der Dubnkelheit um 19Uhr, also Genua voll ausgerollt und wegen der heftigen Krängungen wenn mal eine Welle leicht schräg von achtern einläuft zumindestens teilweise per Hand gesteuert. Unter Deck fühlt es sich ein bischen an wie Waschmaschine, das hebt die vom Dauerrollen strapazierte Laune nicht gerade und so reffen wir zum Abendbrot wieder ein - nun fahren wir nicht mehr 7.5kt sondern "nur" noch 6.5kt, das sollte reichen. Heute gabs Paella, also alles was die Vorräte an Meeresfrüchten so hergaben und Reis - sicher nicht mit ganz so viel Brimborium wie beim Originalrezept zubereitet aber trotzdem sehr lecker.

Donnerstag, 14. Februar 2013

Logbuch 13. Februar

Gegen Mittag ist der Wind wieder au 15-18kt aufgefrischt, die Aura rennt zügig in Richtung Ziel. Gegen Abend wird es noch ein bischen mehr - zum Wachwechsel um 0Uhr heute früh stehen minutenlang 8kt Fahrt auf dem Log, im Surf die Wellen abwärts sind es auch gerne mal 9.5kn.
Eigentlich läuft alles prima, das Boot rollt um ca.35° und der Winpilot kann den Kurs durch die Wellen mit +/-20° ganz gut halten. Der gefühlte Wind hält sich in Grenzen, ist laut Anzeige zwischen 14 und 24kt stark,wahrer WInd also irgendwass zwischen 20 und 30kt.
Trotzdem entschließen wir uns, die Genua etwas wegzurollen obwohl wir uns damit (Skipper möge uns verzeihen) warscheinlich das beste Etmal dieser Reise verderben. Aber so richtig können wir die Kräfte nicht einschätzen die nötig sind, unsere 6.5-Tonnen-Aura hier mit permanent 8kt+ durch die Wellen zu zerren. Und nach Experimenten steht uns nicht der Sinn, soo nahe am Ziel sind wir dann doch noch nicht.
Ach ja, zum Abendbrot gabs Kartoffel-Käse-Auflauf mit Käse und Sahne und Schinken und Extrakäse, also was leichtes:-)

Mittwoch, 13. Februar 2013

Logbuch 12. Februar

Flaute. Ein Glück nicht so wirklich Flaute, bei 5 bis 9kt Wind geht es immer noch mit 3-4kt voran, allerdings unter erbärmlichem Schlagen der ausgebaumten Genua. Immerhin können wir uns bei so wenig Wind ein Vollbad leisten - die Badeleiter wird klar gemacht und dann planschen wir (natürlich nicht alle gleichzeitig :-) 600sm vor der Küste im warmen Atlantikwasser.
Die Uhr haben wir wieder eine Stunde zurückgestellt, Bordzeit ist nun UTC-3. Zum Abendbrot gibts Wahoo-Schawarma, also Pitabrot mit paniertem, gebratenen Wahoo-Filet mit Salat-alles und Soße Knoblauch und Kräuter. Unglaublich lecker.
Nach Sonnenuntergang legt der Wind wieder etwas zu, nun gehts wieder mit 5-6kt Richtung Tobago.

Dienstag, 12. Februar 2013

Logbuch 11.Februar

Der Fehler war, auszurechnen, dass wenn man die Etmale der vergangenen Tage hält, am Samstagabend auf Tobago ist. Eine Stunde nach der Freude über "wir sind ja gleich da" dreht der Wind auf SSE und lässt langsam nach. Außerdem zieht eine halbdurchlässige Höhenwolkenschicht heran, die das Laden der Solarzellen ausbremst. Zum Abendbrot fangen wir noch einen kleinen (83cm) Wahoo, sehr lecker.

Zum Sonnenuntergang starten wir den Motor zum Batterieladen und verkrümeln uns unter Deck - es fängt nämlich an zu regnen. Nach einer Weile reicht der nachlassende Wind nicht mehr aus, das Boot unter Motorfahrt per Windpilot zu steuern und ich muss, mit Badehose und Schwimmweste bekleidet, draußen nach dem Rechten sehen.
Nun ja, sehen ist relativ. Es ist stockdunkel und immer wenn man denkt, "nun regnets aber ganz schön doll", fängt es an, richtig zu regnen. Nach 15 Minuten ist ein tropischer Regenguss im Gange, wie ich ihn so noch nicht erlebt habe. Die Cockpitentwässerung hat ihre Mühe, die Wassermengen nach draußen zu befördern, übers Deck laufen zentimeterhohe Bäche an Trinkwasser, jegliches Salz ist schon aus den Leinen und Segeln ausgewaschen. Unter Deck wirds sofort stickig (alle Luken sind zu), hier draußen kann man die feinste Dusche mitten auf dem Atlantik genißen.
Das ganze geht in der Stärke über eine Stunde weiter, es müssen hunderte Liter Regen allein über unserem Boot ausgeschüttet worden sein. Noch töpfelt es ein wenig, es sind aber schon hin und wieder ein paar Sterne zu sehen, mal schauen, was das Wetter morgen bringt.

Montag, 11. Februar 2013

Logbuch 10.Februar

Der Wind dreht immer weiter von NE auf E. Wir fahren mit ausgebaumter Genua direkt vor dem Wind, das gibt ein feines Geschaukel. Aber es geht zügig voran - bis auf wenige Ausnahmen stehen knapp 6kt oder sogar 7kt auf dem Log, die letzten drei Etmale lagen bei 142sm (2x) und 137sm.
Inzwischen haben wir die 25°C Isotherme überfahren, auch nachts bei 4-5 Windstärken kann man stundenlang im T-Shirt draußen sitzen.
Das nachmittägliche Brotbackexperiment ist gelungen (nachdem die zwei davor an warscheinlich überlagerter Hefe gescheitert sind). Obwohl die Brötchen eigentlich zum Frühstück gedacht waren, haben wir sie kurzerhand zum Abendbrot verputzt - man hätte sich denken können, dass die Halbwertzeit frisch gebackener Brötchen auf einem Boot wie diesem kaum länger als ein paar Stunden ist.

Sonntag, 10. Februar 2013

Bergfest

Ja, gestern war nun also Bergfest. Da wir als Ziel zunächst Grenada hatten und nun, weil es doch recht zügig voran geht, auf Tobago gewechselt sind, (mit allen damit verbundenen "hier-ist-die-Mitte-Schwierigkeiten) und außerdem die "Mitte" so gegen 0:30Uhr Bordzeit erreicht war, haben wir das Fest passender aufs Frühstück verlegt und das Thema leicht geändert: um 9:17BZ also 12:17MEZ waren es noch 1000 Meilen bis Tobagos Nordküste und damit sind wir eigentlich schon fast da ;-)
Für den Abend haben wir uns zur Feier des Tages Entenkeule (zwar aus der Dose aber sehr lecker) gegönnt.

Freitag, 8. Februar 2013

Logbuch

6. Februar: Morgens Dorade gefangen und wieder schwimmen lassen - wir mochten lieber Thunfisch. Den gabs dann auch zum Abend, allerdings aus der Dose, zusammen mit Spaghetti.

7. Februar: Offizielle Bordzeitumstellung: Nachdem die Sonne heute erst nach acht Uhr morgens aufging, haben wir die Bordzeit auf UTC-2 umgestellt - nun passt das wieder mit dem Sonnenaufgang gegen sieben und wir haben 3h Zeitverschiebung gegenüber der Heimat. Es wurde auch wieder geangelt und eine 90cm Dorade gefangen. Deren eine Hälfte haben wir gestern mit Tomaten, Zwiebeln, Zitronen un Oliven in Alufolie gedünstet und mit etwas Reis verputztzt.

8. Februar: Wetter ist immer noch hervorragend, 15-17kt Wind und strahlender Sonnenschein, der Sonnencremeverbrauch nimmt zu.

Navigatorisch hat sich in den letzten Tagen wenig geändert, Kurs ist noch immer 3° südlicher als West, Besegelung die Genua, die je nach Windstärke und Seegang etwas aufgerollt oder mit Baum gefahren wird. Zum Abendbrot wirds wieder Dorade geben, mal sehen, welche Zubereitungsart uns einfällt.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Logbuch 6. Februar

Feines Passatsegeln, abends etwas auffriischder Wind (20-22kt) so dass wir nach einer Stunde mit durchgängig 7kt+ Fahrt die Genua etws wegrollen. Eigentlich hat der Windpilot auch mit ungerefftem Segel noch ausreichend gut gesteuert, zur Schonung der Steuerleinen und der Crew haben wir uns dann für 6-6.5kt Fahrt bei erheblich weniger Gier- und Rollbewegungen entschieden.
Wie auch die letzen Tage sind wir heute wieder der Großschiffahrt begegnet - sit unserer Abfahrt in Santa Cruz durchschnittlich ein Schiff am Tag. Fanden wir recht viel, so dass das AIS mit Kollisionsalarm jetzt nachts durchläuft (und Strom braucht) uns aber erheblich mehr Entspannung in den Nachtwachen bringt.
Überhaupt die Nachtwachen: Inzwischen sind wir vom "Einer ist immer an Deck" zu einer Art Bereitschaftsdienst gewechselt. Die Wache stellt sich alle 20min. einen Wecker und schaut nach dem rechten, nach zwei Stunden übernimmt dann der nächste. Es ist auch nachts warm genug, die fälligen Arbeiten an Deck (also Windpilot nachstellen, Segel reffen oder ausreffen) auch in kurzer Hose, T-Shirt und barfuß zu erledigen, das lästige an- und ausziehen von Ölzeug entfällt also.
Die fliegenden Fische nehmen an Menge und Größe zu, bald können wir uns das Angeln schenken und die Viecher von Deck einfach in den Topf sammeln. Es ist übrigens recht unangenhem, wenn man beim abendlichen Rotweintrinken plötzlich einen 20cm großen, glitschigen, nun nicht mehr fliegenden sondern heftig zappelnen Fisch in den Kragen geworfen bekomt...
Um die Albondigas zu rehabilitieren gabs heute welche (mit Nudeln), obwohl das Wetter alles andere als schlecht ist. Als Vorspeise gabs gebackene Bananen mit Ron-Miel und Honig.

Dienstag, 5. Februar 2013

Logbuch 4. Februar

Wir habens geschafft! Seit heute nachmittag ist die hohe, geschlossene Wolkendecke verschwunden. Übrig sind nur die locker verteilten Passatwölkchen, der Wind weht konstant mit 17-20kt. Exakt 24h nach dem Mistwetter von gestern sitzen wir unter einem grandiosen Sternenhimmel und schaukeln mit 6kn weiter Richtung Westen. Kaum zu glauben, das dies das gleiche Gewässer ist wie gestern. Die Wettervorhersage meint, es solle bis auf weiteres so bleiben, wir finden das auch :-)
Zum Abendbrot gab's aus Solidarität mit dem AVH-Eisbeinessen, Kasseler mit Sauerkraut und Salzkartoffeln. Außerdem haben wir versucht, unsere lieben Hüttens zu erreichen und zu gegebenem Anlass eine Runde auszugeben aber ALLE waren entweder landverschickt nach GF, nicht in der Nähe ihres Telefons oder sonstwie unpässlich. Deswegen auf diesem Wege Grüße an die lieben HBHB und möge euch das Eisbein gemundet haben.

Montag, 4. Februar 2013

Uhrzeit

Übrigens: Alle Uhrzeiten hier im Blog sind seit unserer Ankuft in Mindelo am letzten Montag in UTC-1, also 2h zeitversetzt zur mitteleuropäischen Zeit.

Logbuch 3/4. Februar

Den ganzen Tag Wind über 25kt, abends fängt es an zu regnen. Gegen 20Uhr legt der Wind nochmal ordenlich zu, 45kt scheinbarer Wind standen teilweise auf dem Anemometer. Wilde Reise durch die pottenfinstere Nacht, das Wasser ist von grün leuchtenden Algen übersäht - teils wie Sterne hell leuchtende Punkte, teils ganze Felder von matt glimmenden, gefühlt wasserballgroßen diffusen Kugeln. Mit der auf Handtuchgröße zusammengerollten Genua machen wir 7-8kt Fahrt.
Nach einer Stunde ist die Böe dann vorüber, die übrig bleibenden 25-35kt steuert der Windpilot locker alleine und wir verholen uns wieder unter Deck.

4. Februar, 13Uhr: Dieser Eintrag gleich hinterher, damit sich niemand Sorgen macht.Der Wind ist auf das in der Vorhersage angegebene Maß von 15-20kt abgeflaut, die Störung scheint nun durchgezogen zu sein. Was von ihr leider noch übrig ist, ist die hohe, graue Wolkenschicht, die aber hoffentlich spätestens morgen auch vershwunden ist.

Sonntag, 3. Februar 2013

Logbuch und Doradefoto


2. Februar: Nur vormittags ein bischen Sonne, ansonsten grau und windig - 20 bis 39kt. Wenn es nicht so warm wäre, könnte man glauben man würde imm Herbst auf der Ostsee segeln. Morgen solls auch noch recht trübe sein aber ab Montag hoffen wir wieder auf entspannte Passatsegelei.
Zum Abendbrot gabs Nudeln mit der andren Hälfte vom Thunfisch.

Wir können das Blog ja leider selbst erst wieder lesen, wenn wir besseren Internetzugang haben, trotzdem ist mir zu Ohren gekommen, dass unsere Fischereitätigkeit ein paar Diskussionen ausgelöst hat :-) Deswegen hier wie versprochen das Foto von unserer wunderschönen (und wohlschmeckenden) Dorade.

Samstag, 2. Februar 2013

Logbuch 2.Februar

Also zunächst die Richtigstellung: Nach Rücksprache mit dem Angler war unser Thunfisch natürlich nicht nur 45cm lang sondern eher 65 :-) WIr werden versuchen, es anhand der Fotos zu verifizieren. Allerdings spielt das warscheinlich eh nur eine untergeordnete Rolle, denn am nachmittag ist uns eine große Dorade an den Haken gegangen die (nun mit Maßband genauestens vermessen) 99cm lang war. Fotos folgen. Von Chris fachmännisch filetiert, haben wir jetzt für zwei Tage mehr als genug Fisch im Kühlschrank, so dass wir zum Bedauern des Chefanglers unsere Fischereitätigkeit etwas bremsen müssen.
Heute nachmittag haben wir nach Tagen des SW-fahrens den Kurs auf 255° geändert, der Bug zeigt nun Richtung Südamerika. Auch diese zweite Nacht ist "wie gebucht" warm und ohne überkommende Wellen, allerdings recht bewölkt.
Der Speiseplan: Zum Frühstück Sushi vom Thunfisch (ohne Reis aber mit Sojasauce) und kurz in Olivenöl gebratene Filetstücken, Abends Dorade gedünstet mit Lauch-Sahne-Sauce und Kartoffeln.

Freitag, 1. Februar 2013

Fisch zum Frühstück

Nun sind wir noch keine 24 Stunden unterwegs, da gibts schon frischen Frühstücksfisch. Ein (vermutlich) Gelbflossenthunfisch, etwa 45cm lang.

Logbuch 31.1.

Um 13 Uhr legen wir in Mindelo ab, einen Tag später als geplant. Wir haben rasch noch eine Verriegelung für den Herd gebastelt, da das Dauergeschaukel den Gasschlauch schon arg in Mitleidenschaft gezogen hatte, ein neuer Geber für Windrichtung und -stärke war auch fällig, der "alte" war nur gerade ein gutes Jahr alt als er kurz vor den Kapverden den Geist aufgegeben hat, nicht unbedingt eine gute Werbung für die Firma Raymarine*.
Heute (endlich) die erste Tropennacht: Kein Ölzeug, alle Luken offen, etwa 10-12kt Wind von achtern und sternenklar. Delfine in der Abenddämmerung und nach Einbruch der Dunkelheit wo man nur die Spuren der leuchtenden Algen sieht, die sie hinter sich herziehen. Über dem Meer ist es recht diesig, die Sicht beträgt teilweise unter 2sm.
Nachmittags gabs Schokohörnchen und Cafe leche-leche, Abends Spaghetti mit extraleckerer Knoblauch-Tomaten-Jagwurst-Soße.

Nachtrag aus dem kalten Berlin im  Oktober: Raymarine bietet einen Festpreisreparaturservice - für 156 Euro kann man den Windgeber reparieren lassen. Und wir hatten glücklicherweise der Versuchung widerstanden, das Ding einfach über Bord zu werfen und es statt dessen einige tausend Meilen bis nach Hause geschippert.
Also Rücksendemarke ausgedruckt, das Teil in ein Paket gepackt und nach England geschickt. Eine Woche später habe ich ihn zurück. Fehlerbeschreibung: "Corrosion at Cable", alles repariert, Rechnungsbetrag: 0.00Euro inklusive der Versandkosten. Klasse Service!