Samstag, 2. März 2013

Carriacou und Sandy Island


Die Aura im Vollzeug ... welch ein Anblick. Das erste Mal seit Anfang der Reise segelt die Aura unter komplett ausgerefftem Großsegel und Kreuzfock. Sobald wir aber etwas Abstand von Grenada gewannen und der Wind auf 25 Knoten zulegte, waren es schnell das zweite Reff und etwas weggerollte Fock. Später ließ der Wind wieder etwas nach und zum Ziel hin wieder zu. Wir hatten also gut zu tun und das alles bei schönstem Sonnenschein. Mit viel neuer Farbe und viel Freude machten wir kurz vor Sonnenuntergang in einem Marinepark an einer ausgelegten Boje fest. Zum Abendessen gab es Nudeln und Jägerschnitzel mit Championrahmsoße. Von mir zubereitet und da alle zufrieden schmatzten, denk ich es hat gemundet. Nach einem abendlichen Trunk ging es ab in die Kojen. Der Morgen kam schnell aber nicht ohne Vorfreude, denn das Wasser hier ist sehr klar. Also ging es nach einem wohlschmeckendem Frühstück mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen bewaffnet ins Wasser. Die Eindrücke könnt ihr mit den unten angefügten Fotos nur erahnen. Bei zwei Tauch-, oder Schnorchelgängen präsentierte sich eine Formvielheit und eine farbenfrohe Unterwasserwelt, wie von mir zumindest noch nie gesehen. Wir setzten auch Fuß auf Sandy Island, einer kleinen Sandinsel mit wenig Bewuchs, welche durch den letzten Hurikan noch Zuwachs an Korallen luvwärts bekommen hat. Das Abendessen nahmen wir, nach kurzer Erkundung der Stadt, in Hillsborough ein. Wir fanden ein nettes Restaurante mit Blick auf’s Meer und noch wichtiger, Blick auf die Aura. Die das einzige unbeleuchtete Schiff war, da wir vergessen hatten das Ankerlicht einzuschalten. Morgen geht es ein weiteres Mal an Land, um auszuklarieren und die Vorräte an Rum zu vergrößern. Gegen Mittag heißt es dann: „ Kurs setzen auf neue Abenbteuer“
Der Sang der Schreibmaschine ist verschollen und der letzte Schluck getrunken...
Sandy Island


Sandy Island

... und so schön

Na wer bist denn du?








Ungeahnte Tiefen



Liebe Grüße und Gute Nacht, Chris

St.George

Anflug auf Grenada und wir genau darunter

Das Segeln nach St. George verlief bei moderaten Wetterbedingungen sehr gut. Die Stadt selber entpuppte sich als lebhafte Hafenstadt, was aber nicht heißt, dass sich die Restaurantsuche einfach gestaltet. Wir bekamen ein Liegeplatz in der sehr komfortablen Marina von St. George. Diese bietete neben sehr modernen Toiletten und Duschen, eine Rumbar, einen Pool, sowie ein Restaurant, in welches wir den zweiten Abend in der Stadt einkehrten. Zurück zum ersten Abend. Wir machten uns mit Hunger und freudiger Erwartung auf in die Stadt. Obwohl überall Leute auf den Straßen anzutreffen waren,hatte kaum etwas offen. Die Stadt ist ein Mix aus alten, neuen und verfallenen Häusern. Unser Weg führte durch einen Tunnel zur anderen Hälfte der Stadt mit Busstation und Fährterminal. Nach verschiedenen Angeboten an Frauen und Drogen schlugen wir aber doch den Weg zurück zum Schiff ein und aßen auf der Marinaseite lecker zu Abend. Der nächste Tag wurde mit Einkäufen sowohl im Shipshop als auch im Foodland begonnen, wurde mitRum und Pool verbessert und mit einem leckeren Abenddinner optimiert. Aber alles im Rahmen, denn der folgende Tag begann früh. Es ging nach Carriacou...
Und ja, es wurde Zeit und der USB-Haarschneider kam zum Einsatz :-)

Der Hafen von St. George

Die Aura ist immer noch das schönste Boot, aber die Konkurrenz schläft nicht

Der Hafen

Verfallene Häuser

Die öffentliche Bibliothek

Der Weg zur anderen Seite

Chris ist im Eimer

Nee, da ist er noch

Prickly Bay Marina

Wie der aufmerksame Blogleser schon bemerkt hat, befinden wir uns nicht mehr auf Grenada. Der aufmerksame Blogleser weiß aber auch, dass wir mit unserer schriftlichen Berichterstattung immer etwas zurück hängen. So sitze ich nun bei Stirnlampe und Carib Pils am Navi-Tisch, während der Rest der Crew ihren wohlverdienten Erholungsschlaf genießt, und schreibe euch was so in den letzten Tagen passiert ist. Eine kurze Rückblende seht ihr an den unten angefügten Fotos. Sie sollen euch zeigen, wie es uns in der Prickly Bay erging. Von dort haben wir uns mit vier Kreuzschlägen in eine ruhige Bucht verholt,deren Namen ich leider vergessen habe. Ich könnte jetzt die Karte vor mir aufschlagen,aber es ist spät und Namen sind Schall und Rauch. Die Bucht war auf jeden Fall sehr idyllisch und wir erlebten einen wunderbaren Sonnenuntergang. Am nächsten Tag wurde fleißig geschnorchelt. Obwohl das Wasser, dem Schlick zu schulden, nicht ganz klar war, hatten wir einen netten Einblick in die karibische Unterwasserwelt. Nachdem Lukas und ich noch einen kleinen Abstecher zu einem gestrandeten Segelschiff in der Nachbarbucht machten, soviel zu mit GPS kann nichts mehr schief gehen, welcher aber nur auf eine private Insel reichte, von der wir auch gleich nett verscheucht wurden, ging es ab nach St. George.

Mein Boot

Meine Bar

Mein Auto

Sonnenuntergang in einer stillen Bucht
... und so romantisch

Unserer erster Tauchgang



Spaziergang auf dem Riff

... und so schön

Auch Unterwasser wurden die Trinkkelche bereit gestellt

Privatstrand: Please do not enter