Freitag, 19. April 2013

Culebra

Nachdem wir uns auf den British Virgin Islands etwas Zeit gelassen haben, wurde beschlossen, die US-Virgin Island auszulassen und direkt nach Puerto Rico zu segeln. Der Hauptinsel vorgelagert sind die Passage-Islands oder auch Spanish Virgin Islands, die wir auf jeden Fall besuchen wollten. Nach zeitigem Aufbruch bei Sonnenaufgang sind wir gegen Mittag in Culebra angekommen. Der Zoll ist am Inselflughafen - somit haben wir einen halbstündigen Spaziergang durch die Nachmittagshitze vor uns. Da Puerto Rico amerikanisches Staatsgebiet ist, müssen wir alle hin, ein halbes Dutzend Formulare ausfüllen und unser in Berlin mühsam beantragtes Visum zeigen. Trotz aller Befürchtungen läuft die Einklarierungsprozedur sehr entspannt: 1. Der Flughafen ist offen (nicht selbsverständlich, die Insel ist sehr klein) 2. Das Zoll- und Imigration-Büro ist besetzt und 3. Die zuständige Dame ist nicht nur willens uns abzufertigen, sondern außerordentlich freundlich.
Nachdem wir dem Zoll versichern mussten, dass wir keinerlei frische Lebensmittel einführen, mussten wir auf dem Rückweg bei "Zaco's Tacos" einfallen. Wir mussten feststellen, das es hier die wohl besten Burritos der Welt gibt - die Reisepläne (wir wollten eigentlich am nächsten Tag weiter) erodierten (wie so oft:-) da alle der Meinung waren, dass man auch am fogenden Tag hier unbedingt nochmal einkehren muss.

Karibische Öffnungszeiten

Haustiere bei Zacos' - Die Hähne heißen "Taco" und "Nacho", einen dritten kleinen Hahn haben wir "Corona" getauft

Lecker Burrito mit lecker Dip

Sopers Hole

Die letzte Station auf den BVIs ist Sopers Hole am westlichsten Ende der Hauptinsel Tortola. Mare macht einen Tauchausflug während wir anderen drei etwas Proviant bunkern, das kleine Dorf erkunden, Teile des Proviants gleich wieder verputzen und den Rum der örtlichen Destille verkosten. Sopers Hole ist die Heimat von "Pussers Rum", dem Rum, der bis vor wenigen Jahren noch jedem Angehörigen der englischen Marine zugeteilt wurde.
Einkaufs"wagen"

Burger und Rum, hier allerdings Brugal aus der Dom. Republik und kein Pussers

Mittwoch, 10. April 2013

The BVIs

Hallo meine Lieben,

Uns geht es sehr gut.
Ich bin erfolgreich älter geworden.
Die BVIs sind wunderschön.
Essen ist lecker.

der Worte sind genug gewechselt! Hier gibt es Bilder!!!
Mein Geburtstagstisch
Geburtstagskarte von den lieben Mitbewohnern


Man kann nie genug Sonnenbrillen haben. Besonders nicht, wenn man eine an seinem Geburtstag im Wasser findet.

Was guckst du?

The Baths auf den BVIs

ok, wir haben schon aufgeräumtere Strände gefunden

...aber hier konnte man auch herumklettern

Rock Art

...jetzt weiß ich, wie Atlas sich gefühlt hat

Wo geht es lang?

ah,wir haben den Devils Beach gefunden

...die Wanderung war sehr schön
Die Natur ist der beste Künstler

...auch unter Wasser

Was für ein schönes Boot!

Der Morgen in der Savanah Bay
Frühstück am Strand im Paradies

UND: Was für ein wunderschönes Boot

Kleiner-Garstiger-Pisser




Einkauf in Sopershole auf Tortola

Tortola



Guten Appetit!

Die Rückkehr von Elenas Tauchausflug



Dienstag, 9. April 2013

St. Maarten


Auf der nächtlichen Überfahrt wechselten sich Leo und ich mit den Dreistundenwachen ab. Mit vielen Sternen und gelegentlichem Schiffsverkehr ging die Nacht recht schnell um. Gegen 10 Uhr, als der Rest der Crew auch langsam wach wurde, hängte ich die Angel ins Wasser. Ich hatte mich kaum umgedreht, da ging sie auch schon los. Wunderschöner Drill mit springendem Fisch und guter Aktion. Mein erster Meterfisch: 1,10 Meter Dorade. Das Übliche folgte und um 14 Uhr fiel der Anker im Simpson Bay. Elena und Leo gingen zum Zoll und um 17:30 Uhr ging die Klappbrücke auf und wir siedelten um in die Simpson Bay Lagoon. Wir ergatterten eine Mooring genau in der Verlängerung der Startbahn und so stand das Abendprogram fest. Flugzeuge und noch mehr Flugzeuge gucken, die über unsere Köpfe sausten. Die Lagune selbst bietet die größte Ansammlung von Megajachten, die wir bis jetzt gesehen haben. Unter ihnen auch eine wunderhübsche J Class, die „Velsheda“. Am nächsten Morgen haben wir uns in die Simpson Bay Marina verholt und nach kleineren Besorgungen ging es mit dem Taxi zum Maho Beach. Es ist ein sehr irres Gefühl, wenn du an einem karibischen Traumstrand liegst und ca. 50 Meter über deinem Kopf Flugzeuge vom Typ Cessna Caravan bis zum Airbus A 340 die Landebahn anfliegen. Und der Start von den Jumbos ist der absolute Wahnsinn. Einmal von dem  Jetstream eines Verkehrsflugzeugs ins Wasser geblasen werden. Die Sandstrahlung gibt es gratis dazu. Wir hatten eine sehr schöne Zeit und ließen den Abend auf dem Boot ausklingen.
Liebe Grüße an euch Zuhause und an die weltweiten Blogleser
Chris
 
Der stolze Angler und die 1,10m Dorade

Maho Beach

...dieses Schild hatte seine Berechtigung

...there is coming a big one ...

Nein, keine Bildmontage!!!


just priceless

...und zum Schluss ein 1A-Sonnenuntergang

Antigua


Nach einem sehr frühen Start und einer ruhigen Überfahrt bei 10 Knoten Wind erreichten wir am Nachmittag des 30.03. English Harbour auf Antigua. Wir werden von einem Delphin in die Bucht vor dem Hafen begleitet und sehen schon vom Boot aus Schildkröten und einen Rochen. Also Kommando: “Alle runter vom Schiff und rein ins Wasser“. Zum Abendessen gab es lecker Gulasch von Leo zubereitet und es wurde fleißig in die Sterne geguckt. Am nächsten Morgen, endlich ohne Mücken, machte sich Leo auf zum Customs und wir bereiteten das Frühstück vor. Nach Leos Rückkehr berichtete er von dem sehr schönen Dockyard . Wir machten also das Dinghy klar und setzten bei strömenden Regen über. Pitsch nass bestaunten wir die wirklich sehr hübsch hergerichtete Hafenanlage. Wir liefen bis in die nächste Bucht und kehrten mit dem Plan die Aura ans Dock zu verholen auf das Boot zurück. Um 19 Uhr hatten wir einen Tisch im Admirals Inn reserviert. Wir legten am Dock an und wurden sogleich von unseren deutschen Nachbarn auf einen Sundowner eingeladen. Uta und Wolfgang sind sehr nette Menschen aus Hamburg und auch schon länger unterwegs. Wir unterhielten uns nett und gingen um 19 Uhr ins Admirals Inn. Es war sehr teuer, aber auch schick und lecker. Den Rest des Abends verbrachten wir auf der Aura. Verena und Leo verholten sich gegen halb zwei unter Deck und Elena und ich saßen noch etwas draußen, der Mount Gay Rum mundete sehr. Irgendwann kam ein sehr angeschossener Norweger vorbei und berichtete, dass er sein Dinghy verloren hätte und ziemlich betrunken sei. Er war sehr lustig und nett, leider etwas laut. Wir unterhielten uns kurz und er zog wieder von dannen. Um weiteren nächtlichen Besuchen vorzubeugen, stellte Elena die einladende 1,7 Liter Familien-Plastikflasche Mount Gay Rum unter den Tisch. Half aber alles nichts, denn nach ein paar weiteren Gläsern tauchte er wieder auf. Ich entschloss mich ihn mit unserem Dinghy zu seinem Boot zu fahren, da es schon nach 3 Uhr war und er sehr fertig. Er wollte mir die in seinen Augen „ Heldentat“ mit „Boose“ vergüten und als wir an seinem Boot ankamen,  lud er eine fast leere Flasche Whisky und drei volle Flaschen Rum in mein Dinghy. Ich fuhr zurück und es ging langsam ins Bett. Der nächste Morgen war wieder sehr verregnet. Unsere Nachbarn fragten uns, ob wir Lust auf eine Inseltour mit dem Taxi hätten. Wir hatten Lust und so ging es auf zur Devils Bridge, eine von der Brandung geformten Felsbrücke. Wir fuhren weiter herum und sahen eine trockene und eher unspektakuläre Insel. Nach der Rückkehr gab es erst Bier und später auch Essen in einer Bar. Unsere weiteren Stopps auf Antigua mit dem Boot waren Deep Bay und Jolly Bay. Leider vereitelte die sehr schlechte Sicht im Wasser alle Schnorchelpläne. Wir klarierten in Jolly Bay aus und schlugen unsere letzten EC Dollar auf den Kopf. Um 21 Uhr lichteten wir den Anker und setzten Kurs auf St. Maarten
Die Farbe des Wassers war einfach unbeschreiblich

Englische Insel, also Englisches Wetter

Und es wurde nicht wirklich besser
Eierbemalen zu Ostern

Jeder für sich, aber die Motive haben sich irgendwie geähnelt


Devils Bridge

Beach Art

Freitag, 5. April 2013

Nachtrag Gwadloup

... so die einheimische Schreibweise von Guadeloupe.

Was wir auf der Insel erlebt haben, ist ja schon berichtet worden. Hier nur noch mal ein paar Bilder von den inzwischen Heimgekehrten. (Wenigstens gibt es Bandbreite zum Bilder hochladen...)

Ein weiteres Wasserfallbad

Schattenparken in der Bologne-Destille
Gärbottich

Jah-is-everywhere-Dampfmaschine für die Zuckerrohrmühle

Ausflug über Guadeloupe

Nach dem wir auf Petit Terre waren, wurde es Zeit nach Guadeloupe zu fahren, um dort noch ein wenig die Insel zu erkunden, bevor es für Lukas und Irina zurück nach Norwegen ging. Wir haben uns auf die Marina in St. Francois geeinigt. Dort angekommen, haben Lukas und ich erst einmal wieder auf den französischen Inseln einklariert, da dies auf Marie Galante und Petit Terre nicht möglich war oder wir es noch nicht gemacht haben. Es ging auch relativ schnell, so dass uns der nette Hafenmeister, anschließend zu unserem Liegeplatz gebracht hat. Da es keine Toilettenschlüssel mehr gab, hat er schnell mit unserem Stegnachbarn geklärt, dass wir für die Tage seine Zweitschlüssel bekommen. Also sehr sympathische Inselbewohner hier.
Eine Rumpunschlänge später  haben wir das Boot klar gemacht und sind Abends lecker im Dorf Essen gegangen. Für die meisten von uns gab es das Poulet Menü (Salat als Vorspeise, Hühnchenkeule mit Reis oder Pommes und als Dessert gebratene Banane, nur hier haben wir anschließend ein Eis bekommen :), außer Leo, der hat zu seinem Papageienfisch die Banane wählen können).
Am nächsten Tag sind Leo und ich, nach dem wir uns ausgiebigst geduscht hatten ( das erste Mal nach Le Marin, eine echte Dusche mit Süßwasser) ein Auto mieten gegangen. Der nette Inder bei der Europcar Vermietung (es gibt hier wirklich viele Inder ) gab uns sehr nett zu verstehen, dass er zwar kein gutes English spricht, aber uns gerne zuhören wird:)... es hat natürlich auch alles geklappt, und so haben wir auf dem Rückweg zum Boot noch frische Baguettes und Croissants eingekauft und haben gewartet, bis alle mit dem Duschen fertig waren, um dann wie immer festlich zu Frühstücken.
Nach dem Frühstück sind Lukas, Irina und ich dann los, um eine Rundfahrt über Guadeloupe zu machen. Leo und Chris haben Wäsche gewaschen und entspannt und sicherlich noch irgendwelche Sachen am Boot repariert. :)
Unser Ziel war nicht so ganz klar definiert. Wir wussten nur, dass die Basse Terre auf jeden Fall schöner ist und es dort einen Vulkan gibt und ganz viel Regenwald... also sind wir vom einen Ende der Insel (St. Francois) erst einmal über die kleine Brücke, die die beiden Inselhälften verbindent, rübergefahren. Während der Fahrt habe ich dann im Reiseführer gelesen, was wir alles so anschauen sollten. Lukas und ich haben uns dann auf einen Weg geeinigt, der erst einmal wieder in der Regenwald führt, zu einem kleinen, aber sehr idyllischem Wasserfall, der Cascade aux Écrevisses.Dort sind wir dann alle drei Baden gegangen. Danach ging es weiter zur Maison de la Foret und nach Les Mamelles, wo es weiter kleine kurze Wanderwege gab, natürlich alle  durch den Regenwald. Wir sind aber nicht alle weitergelaufen, da wir noch weiterfahren wollten. Das haben wir dann auch gemacht und sind so über Boullante nach Basse Terre  gefahren. Dort  gab es eine Rum Destillerie und wir freuten uns, da wir noch keine besichtigt hatten. Es ist vielleicht auch schon an dieser Stelle zu erwähnen, dass den ganzen Tag die Sonne geschienen hat und wir bei 35-38 Grad schier zerschmolzen sind...
Auf jeden Fall sind wir dann die Straße hoch zur Distellerie gefahren und waren schon voller Vorfreuede, als wir das Schild lasen: Geöffnet bis 13 Uh, ... ja und wir hatten 13:45 Uhr... aber naja, wir  im Schatten des Flaschentransporters geparkt, wollten uns wenigstens von außen alles anschauen und stiegen aus. Der Versuch von Lukas die drei Männer, die grad Mittagspause machten in ein fachliches Gespräach zu verwickeln, scheitereten doch sehr schnell, mangels Sprachkenntnissen. Aber sie konnten uns wenigstens erklären, dass der große Berg Stroh neben uns, klein zermahlenes Zuckerrohr war. Von der Neugierde gepackt, erkundete ich alles Weitere und machte viele Fotos. Ein netter Herr hat mich dabei beobachtet und mich gefragt, ob ich nicht die Anlage hochkommen möchte, dann könnte er mir auch die Gärbottiche und die Destillationskolonnen zeigen. Ich natürlich strahlend zugesagt und Lukas gerufen, da er um die Ecke stand und wir die Treppen hochgesprintet, bevor er es sich noch anders überlegt :)... nachdem wir ihm aber gestehen mussten, dass unser Französisch zu wünschen übrig lässt, haben wir uns wenigstens mit Händen und Füßen und ein wenig Englisch, doch noch halbwegs verständigen können. Es war sehr interessant und wir haben uns gefreut wie nichts gutes :).
Nach der Besichtigung ging es weiter nach Basse Terre in die Stadt, um eine Kleinigkeit zu Essen  (belegte Brötchen und Burger) UND etwas kaltes zu trinken. Und die Fahrt ging weiter. Eigentlich wollten wir noch zu den  großen Wasserfällen (Cascade de la Parabole und Cascade Vauchelet) und zum Grand Etang (einer großer See), doch aus Zeitmangel und da wir noch ans andere Ende der Insel mussten, sind wir dann direkt zurück gefahren, natürlich mit einigen Pausen, um Fotos zu machen. Und um für Irina und Lukas einen schönen Strandabschluss zu gönnen, sind wir noch auf die Suche nach einem adequaten Strand gegangen, da es schon halb 6 war und um 6 die Sonne unter geht, mussten wir uns beeilen, nach dem 4 Strand, haben wir ihn aber endlich gefunden...kurz vor St. Anne sind wir nach diesem extrem warmen und schönen Tag nur noch glücklich ins Wasser gefallen und anschließend zurück zur Marina gefahren.
Dort haben wir, wie Chris bereits erwähnt hat, das Abschiedsessen von Lukas und Irina bei einem netten Franzosen zelebriert.

Saludos, E