Nach dem wir auf Petit Terre waren, wurde es Zeit nach Guadeloupe zu fahren, um dort noch ein wenig die Insel zu erkunden, bevor es für Lukas und Irina zurück nach Norwegen ging. Wir haben uns auf die Marina in St. Francois geeinigt. Dort angekommen, haben Lukas und ich erst einmal wieder auf den französischen Inseln einklariert, da dies auf Marie Galante und Petit Terre nicht möglich war oder wir es noch nicht gemacht haben. Es ging auch relativ schnell, so dass uns der nette Hafenmeister, anschließend zu unserem Liegeplatz gebracht hat. Da es keine Toilettenschlüssel mehr gab, hat er schnell mit unserem Stegnachbarn geklärt, dass wir für die Tage seine Zweitschlüssel bekommen. Also sehr sympathische Inselbewohner hier.
Eine Rumpunschlänge später haben wir das Boot klar gemacht und sind Abends lecker im Dorf Essen gegangen. Für die meisten von uns gab es das Poulet Menü (Salat als Vorspeise, Hühnchenkeule mit Reis oder Pommes und als Dessert gebratene Banane, nur hier haben wir anschließend ein Eis bekommen :), außer Leo, der hat zu seinem Papageienfisch die Banane wählen können).
Am nächsten Tag sind Leo und ich, nach dem wir uns ausgiebigst geduscht hatten ( das erste Mal nach Le Marin, eine echte Dusche mit Süßwasser) ein Auto mieten gegangen. Der nette Inder bei der Europcar Vermietung (es gibt hier wirklich viele Inder ) gab uns sehr nett zu verstehen, dass er zwar kein gutes English spricht, aber uns gerne zuhören wird:)... es hat natürlich auch alles geklappt, und so haben wir auf dem Rückweg zum Boot noch frische Baguettes und Croissants eingekauft und haben gewartet, bis alle mit dem Duschen fertig waren, um dann wie immer festlich zu Frühstücken.
Nach dem Frühstück sind Lukas, Irina und ich dann los, um eine Rundfahrt über Guadeloupe zu machen. Leo und Chris haben Wäsche gewaschen und entspannt und sicherlich noch irgendwelche Sachen am Boot repariert. :)
Unser Ziel war nicht so ganz klar definiert. Wir wussten nur, dass die Basse Terre auf jeden Fall schöner ist und es dort einen Vulkan gibt und ganz viel Regenwald... also sind wir vom einen Ende der Insel (St. Francois) erst einmal über die kleine Brücke, die die beiden Inselhälften verbindent, rübergefahren. Während der Fahrt habe ich dann im Reiseführer gelesen, was wir alles so anschauen sollten. Lukas und ich haben uns dann auf einen Weg geeinigt, der erst einmal wieder in der Regenwald führt, zu einem kleinen, aber sehr idyllischem Wasserfall, der Cascade aux Écrevisses.Dort sind wir dann alle drei Baden gegangen. Danach ging es weiter zur Maison de la Foret und nach Les Mamelles, wo es weiter kleine kurze Wanderwege gab, natürlich alle durch den Regenwald. Wir sind aber nicht alle weitergelaufen, da wir noch weiterfahren wollten. Das haben wir dann auch gemacht und sind so über Boullante nach Basse Terre gefahren. Dort gab es eine Rum Destillerie und wir freuten uns, da wir noch keine besichtigt hatten. Es ist vielleicht auch schon an dieser Stelle zu erwähnen, dass den ganzen Tag die Sonne geschienen hat und wir bei 35-38 Grad schier zerschmolzen sind...
Auf jeden Fall sind wir dann die Straße hoch zur Distellerie gefahren und waren schon voller Vorfreuede, als wir das Schild lasen: Geöffnet bis 13 Uh, ... ja und wir hatten 13:45 Uhr... aber naja, wir im Schatten des Flaschentransporters geparkt, wollten uns wenigstens von außen alles anschauen und stiegen aus. Der Versuch von Lukas die drei Männer, die grad Mittagspause machten in ein fachliches Gespräach zu verwickeln, scheitereten doch sehr schnell, mangels Sprachkenntnissen. Aber sie konnten uns wenigstens erklären, dass der große Berg Stroh neben uns, klein zermahlenes Zuckerrohr war. Von der Neugierde gepackt, erkundete ich alles Weitere und machte viele Fotos. Ein netter Herr hat mich dabei beobachtet und mich gefragt, ob ich nicht die Anlage hochkommen möchte, dann könnte er mir auch die Gärbottiche und die Destillationskolonnen zeigen. Ich natürlich strahlend zugesagt und Lukas gerufen, da er um die Ecke stand und wir die Treppen hochgesprintet, bevor er es sich noch anders überlegt :)... nachdem wir ihm aber gestehen mussten, dass unser Französisch zu wünschen übrig lässt, haben wir uns wenigstens mit Händen und Füßen und ein wenig Englisch, doch noch halbwegs verständigen können. Es war sehr interessant und wir haben uns gefreut wie nichts gutes :).
Nach der Besichtigung ging es weiter nach Basse Terre in die Stadt, um eine Kleinigkeit zu Essen (belegte Brötchen und Burger) UND etwas kaltes zu trinken. Und die Fahrt ging weiter. Eigentlich wollten wir noch zu den großen Wasserfällen (Cascade de la Parabole und Cascade Vauchelet) und zum Grand Etang (einer großer See), doch aus Zeitmangel und da wir noch ans andere Ende der Insel mussten, sind wir dann direkt zurück gefahren, natürlich mit einigen Pausen, um Fotos zu machen. Und um für Irina und Lukas einen schönen Strandabschluss zu gönnen, sind wir noch auf die Suche nach einem adequaten Strand gegangen, da es schon halb 6 war und um 6 die Sonne unter geht, mussten wir uns beeilen, nach dem 4 Strand, haben wir ihn aber endlich gefunden...kurz vor St. Anne sind wir nach diesem extrem warmen und schönen Tag nur noch glücklich ins Wasser gefallen und anschließend zurück zur Marina gefahren.
Dort haben wir, wie Chris bereits erwähnt hat, das Abschiedsessen von Lukas und Irina bei einem netten Franzosen zelebriert.
Saludos, E
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