Samstag, 13. Juli 2013

Seglerfrühstück


In unser hervorragendes Frühstück heute an Deck - Nous hatte schon früh für ortsübliches Baguette gesorgt - platzte ein deutscher Segler, der einen Liegeplatz suchte.
Mit lauter Stimme rief er schon von weitem: "Ihr müsst mir helfen, ich hab' keine Beine."
Seine Leistung bewundernd sprangen wir natürlich sofort auf den Steg, um zu helfen. Nachdem das Anlegemanöver unter seinen lauten Flüchen auf das Segelrevier, das flache Wasser bei Ebbe und den Hafen überhaupt, glücklich zu Ende gebracht war, mussten wir leider feststellen, dass der keinbeinige Einhandsegler ein Misanthrop erster Kajüte ist. Außer weiteren Flüchen und Maßregelungen hatte er leider nicht ein Wort des Dankes übrig.

Wir beschlossen, unseren ausgedehnten Stadtspaziergang ganz schnell zu beginnen...

...im Osten Teil 2

Hier das vergessene Bild.

Wir sind wieder im Osten.

Auf dem Weg nach Le Havre haben wir kurz vor der Hafeneinfahrt den Nullmeridian überschritten. Die momentane Positionsbestimmung lautet:
49° 29,317' N
000° 5,629' O
Wir sind also seit etwas über fünf Minuten im Osten.   ;-)

Das obenstehende Foto hat aber nichts mit der Überschrift des Eintrags zu tun. Es zeigt ein Beispiel der Architektur in der Innenstadt.

Nachdem große Teile der Stadt durch Kriegseinwirkung zerstört waren, vollführte ein Team von Architekten unter Leitung von Auguste Perret den Wiederaufbau in damals moderner Betonarchitektur. Gruppiert um die von allen Seiten - besonders aber bei der Einfahrt in den Hafen - gut sichtbare Église St. Josef, stellt dieses Ensemble von Bauten ein einzigartiges Beispiel der Baukunst des 20. Jahrhunderts dar und wurde im Jahre 2005 zum Weltkulturerbe bestimmt. (Nicht aus Wikipedia kopiert!)

Der abendliche Stadtrundgang hat gezeigt, dass diese Architektur durchaus angemessen beeindruckend ist.

Donnerstag, 11. Juli 2013

Was treiben die denn da?...

..moegt Ihr Euch fragen, wenn Ihr den Kurs der Aura verfolgt habt.
Naja, treiben ist schon irgendwie richtig. Wir sind hier in Tidengewaessern unterwegs, die teilweise einen recht grossen Tidenhub
aufweisen (Mont St. Michel z.B. ist nicht weit) und damit ist gegen den Ostwind UND Strom von teilweise ueber 5 Knoten anzusegeln. Durch das anhaltend schoene Wetter eine tolle Segelei, die aber leider nix bringt.

Beim Kreuzen zwischen England und Frankreich konnte aber durch Nous´ geschickte Kurswahl ein mehrfacher Wechsel der Gastlandsflagge vor den zu England gehoerenden, aber vor Frankreich liegenden Kanalinseln, vermieden werden. Nous nannte das "diplomatisches Segeln".
Sorge bereitet nur die an Bord der Aura befindliche franzoesische Flagge, die nur Taschentuchgroesse hat. Wir befuerchten, im naechsten franzoesischen Hafen fuer diese Dreistigkeit von den Frosc... - aehhh - Franzosen verhauen zu werden. ;-)

Da wir in den letzten zwei Tagen mehrfach die Hauptfahrrinne des Englischen Kanals mit ihrem doch erheblichen Schiffsverkehr kreuzen mussten, bekamen wir mehrfach die Gelegenheit, dicke Containerfrachter groesser 250 Meter Laenge zur Kursaenderung zu zwingen. Wir haben die Gelegenheit genutzt! Segler eben. =8-)

Wir hoffen nun, dass die Tide uns nach Le Havre in die Mündung der Seine schwappt. Bis nach Paris wird´s aber wahrscheinlich nicht reichen.

Steyler fuer die Crew der Aura

Dienstag, 9. Juli 2013

The English Channel

Vorgestern und gestern haben wir die Irische See durchquert. Nachdem in der Nacht zu Montag die Winsch des Grossfalls kommentarlos auseinander- und die Einzelteile Nous vor die Fuesse gefallen sind, konnte eine Flaute dazu genutzt werden, die noch aufzufindenden Puzzlestueckchen wieder zu einem Ganzen zusammenzusetzen.
In der letzten Nacht haben wir - wegen des schwaechlichen Windes unter Motor - die Isles of Scilly passiert und sind in den Englischen Kanal gelaufen. Naja, KiKa ist das wegen des doch stärker werdenden Schiffsverkehrs nicht.
Jetzt kann aber wieder gesegelt werden, da der Wind zugenommen hat.
Leider weht es aus ost. Der Kurs spielt sich jetzt zwischen Cheddar und Baguette ab. Amwindkurs und Wellen lassen alle Taetigkeiten wieder mal drei- bis vierfach so lange dauern, wie gewohnt. Der Blogschreiber kaempft somit unter Deck sitzend mit Klapprechner, Geschaukel und seinen Reflexen...
Gruss von der Aura, Sky, Nous und
Steyler

Sonntag, 7. Juli 2013

Letzter Abend in Crosshaven


Heute ist Lukas/Sky mit dem Bus aus Norwegen angekommen... erst Air-, dann Überlandbus. Das Team zur Weiterreise ist somit komplett.
Morgen, Sonntag, kann also der Weg nach Deutschland fortgesetzt werden, sofern wir uns von den Unmengen von Austern erholen, die wir zum Abendessen vertilgen mussten.

Sky, Nous & Steyler

Freitag, 5. Juli 2013

Es geht wieder los.


Nachdem Uwe/Nous nach mittlerweile fünf Wochen Aufenthalt hier in Irland bald eingebürgert wird und abends im Pub von der Hälfte der örtlichen Einwohner mit Handschlag begrüßt wird, soll nun doch die Reise gen Heimat weitergehen.
Bereits eingeflogen ist Matthias/Steyler aus Berlin, am morgigen Samstag folgt Lukas/Sky aus Bergen.
Ab Sonntag wird die nächste Etappe durch den englischen Kanal in Angriff genommen.

Grüße aus Crosshaven an die daheim gebliebenen!
=8-)

Nous & Steyler