Donnerstag, 2. Mai 2013

Schärenküste, englischer Rasen und Bäume mit Pullover

Kaum ist man an Land, geht schon wieder das Geschrei nach Fotos los.... ;-)
Also hier kommen ein paar:




Großschiffahrt 100m hinter unserem Ankerplatz




Sowohl Laternenpfähle...

...als auch Bäume bekommen hier passgenaue Pullover gestrickt. Es ist wirklich kalt hier ;-)

Englischer Rasen

Schärenküste

Achter Seetag und Land in Sicht

Nach knapp 11 Stunden Motorfahrt gabs dann endlich wieder Wind und der sogar wie versprochen aus Nordwest. NIcht viel Wind, aber ausreichend zum segeln. Während des segelsetzens shehen wir voraus Land - den etwa 120m hohen Leuchtturm am Südende Bermudas. Obwohl wir noch gut 20sm (also fast 40km!) entfernt sind, ist der Turm strahlend weiß vor grünem Hinterland zu erkennen - eine unglaublich klare Sicht. Der Wind nimmt auch noch zu, so dass wir gerade noch bei Sonnenschein mit gut 5kn Fahrt vor der Südostküste der Insel entlang segeln.
Bermuda Radio meldet sich über Funk bei uns, wir werden gebeten, kurz vor Einfahrt in den "Town Cut" noch einmal Bescheid zu sagen um evtl. ausfahrende Großschiffahrt zu koordinieren. Um 21Uhr Bordzeit laufen wir (wie üblich im stockfinstern) in den Naturhafen von St. George ein. Die Zollpier ("H.M. Customs & Imigration") ist extra für uns strahled hell erleuchtet. Der Papierkram ist schnell gemacht, das Licht geht aus und wir verholen uns 100m weiter vor Anker.
Heute bei Tageslicht offenbart sich eine Landschaft, mit der ich so nicht gerechnet hätte. Bermuda hat mit den karibischen Inseln maximal die Farbe einiger Häuser und das Vorhandensein der einen oder anderen Palme gemeinsam - ansonsten ist das hier original skandinavische Schärenküste. (Es gibt in den Tourishops sogar kleine Trolle zu kaufen!) Der englische Rasen zwischen den zahlreich vorhandenen Wehranlagen verstärkt den Eindruck noch zusätzlich.
Mit unserem kleinen Schlauchbot können wir praktisch direkt am Marktplatz der Stadt anlegen - hier ist der Empfang allerding karibischer wie es sonst nicht sein könne: Wir werden von einer zweiköfpigen Band mit "Three little Birds" von Bob Marley begrüßt. Besser gehts nicht.

Dienstag, 30. April 2013

Achter Seetag

Nachdem wir Nous Geburtstagskuchen als Abendbrot-Vorspeise (und danach noch ein paar Würstchen als Haupgericht) verputzt haben, sind wir mit leichtem Nordwind die ganze Nacht Richtung WNW gesegelt (naja, getrieben). Gegen 5Uhr BZ haben wir dann aufgegeben und die Maschine angeworfen - bei weiniger als 5kn Wind gegenann ging es nicht mehr voran. Nach (bis jetzt) 7h Motorfahrt sind wenigstens (wie schon fachkundig bemerkt wurde;-) die Batterien wieder randvoll.
Der Wetterbericht hat uns für heute nachmittag noch leichte NW-Winde versprochen, evtl. koennen wir ja doch noch stilecht die letzten Meilen segeln - 39sm sind es noch.

Montag, 29. April 2013

Siebenter Seetag und Geburtstag

Kreuzen ist sch... . Es gibt ein Sprichwort, das sagt, Kreuzen bedeute den doppelten Weg, die dreifache Zeit und die vierfache Wut. Dem ist nichts hinzuzufuegen.
Obwohl man sagen muss, dass es haette deutlich schlimmer kommen koennen - wir haben erst auf den letzten 200sm Gegenwind und dieser ist mit ca. 15kt recht moderat. Und die Sonne scheint und wir kommen immerhin voran. Allerdings seeehr langsam, in den letzten 24h haben wir gerade 50sm Richtung Ziel geschafft (in den Tagen davor waren es im Schnitt 120sm).
Erstaunt sind wir (vor allem Chris und ich) über die Temperaturen. Laut Wetterbericht gabs heute 16.8°C auf Bermuda. (Was sind eigentlich Bermuda-Shorts? Extra gefütterte Shorts? Extra dicke oder lange Shorts? Welche, die man von Bermuda exportiert, weil man sie dort nicht brauchen kann?)

Aber nun zu etwas erfreulichem: Der Nous hat heute (runden!) Geburtstag und baeckt uns gerade einen Kuchen. In der Tradition der Geburttagskinder auf dieser Fahrt wird auch dieser Geburtstag zuenftig auf See verbracht. Herzlichen Glueckwunsch!

Sonntag, 28. April 2013

Fuenfter und sechster Seetag

Gestern ist eine Kaltfront durchgezogen. Nach stundenlangem Schütten wie aus Eimern kam die Sonne wieder hervor - Chris und ich fühlten uns spontan an einen Herbsttag an der Ostsee erinert. Man sitzt mit Pullover in der Sonne und freut sich, dass es zumindest im Windschatten schön warm ist. In Wirklichkeit ist die Temperatur "nur" auf kalte 19°C gefallen - ich hatte bisher 20°C für den absoluten Nullpunkt gehalten.
Wir sind dann mit schönem Seitenwind bis in den späten Abend vorangekommen (bevor ichs vergesse: es gab Thunfischmumpe a la Aura mit Nudeln) bis dann die angedrohte Flaute kam. Nach acht Stunden Motorfahrt haben wir jetzt den ebenfalls angedrohten Nordwind und dürfen ein bischen kreuzen - 160sm bis zum Ziel sind es noch.

Freitag, 26. April 2013

Vierter Seetag

Wider Erwarten hat uns das Wetter doch noch einen schoenen Tag beschert - spektakulaere Riesenwolken aber nur zwei Schauer in der Nacht, duchhaltender Wind aus Ost und tagsueber schoenster Sonnenschein. Nous und ich wechseln uns mit Abendessen kochen ab wobei mir einfällt, dass die uebliche Essensliste aussteht: 1. Risotto mit Wiener, 2. Zwiebelfleisch mit Kartoffelbrei, 3. Nudeln mit Schinken-Käsesauce, 4. Hünersuppe.

Donnerstag, 25. April 2013

Dritter Seetag

Am gestrigen dritten Seetag hatten wir eine feine Mischung der Wetterkunst: Schönen Schiebewind, Flaute, Gewitter. Im großen und ganzen läuft es aber halbegs zügig Richtung Norden - keine 500sm mehr bis zum Ziel!