Montag, 4. Februar 2013
Uhrzeit
Logbuch 3/4. Februar
Nach einer Stunde ist die Böe dann vorüber, die übrig bleibenden 25-35kt steuert der Windpilot locker alleine und wir verholen uns wieder unter Deck.
4. Februar, 13Uhr: Dieser Eintrag gleich hinterher, damit sich niemand Sorgen macht.Der Wind ist auf das in der Vorhersage angegebene Maß von 15-20kt abgeflaut, die Störung scheint nun durchgezogen zu sein. Was von ihr leider noch übrig ist, ist die hohe, graue Wolkenschicht, die aber hoffentlich spätestens morgen auch vershwunden ist.
Sonntag, 3. Februar 2013
Logbuch und Doradefoto
2. Februar: Nur vormittags ein bischen Sonne, ansonsten grau und windig - 20 bis 39kt. Wenn es nicht so warm wäre, könnte man glauben man würde imm Herbst auf der Ostsee segeln. Morgen solls auch noch recht trübe sein aber ab Montag hoffen wir wieder auf entspannte Passatsegelei.
Zum Abendbrot gabs Nudeln mit der andren Hälfte vom Thunfisch.
Wir können das Blog ja leider selbst erst wieder lesen, wenn wir besseren Internetzugang haben, trotzdem ist mir zu Ohren gekommen, dass unsere Fischereitätigkeit ein paar Diskussionen ausgelöst hat :-) Deswegen hier wie versprochen das Foto von unserer wunderschönen (und wohlschmeckenden) Dorade.
Samstag, 2. Februar 2013
Logbuch 2.Februar
Heute nachmittag haben wir nach Tagen des SW-fahrens den Kurs auf 255° geändert, der Bug zeigt nun Richtung Südamerika. Auch diese zweite Nacht ist "wie gebucht" warm und ohne überkommende Wellen, allerdings recht bewölkt.
Der Speiseplan: Zum Frühstück Sushi vom Thunfisch (ohne Reis aber mit Sojasauce) und kurz in Olivenöl gebratene Filetstücken, Abends Dorade gedünstet mit Lauch-Sahne-Sauce und Kartoffeln.
Freitag, 1. Februar 2013
Fisch zum Frühstück
Logbuch 31.1.
Heute (endlich) die erste Tropennacht: Kein Ölzeug, alle Luken offen, etwa 10-12kt Wind von achtern und sternenklar. Delfine in der Abenddämmerung und nach Einbruch der Dunkelheit wo man nur die Spuren der leuchtenden Algen sieht, die sie hinter sich herziehen. Über dem Meer ist es recht diesig, die Sicht beträgt teilweise unter 2sm.
Nachmittags gabs Schokohörnchen und Cafe leche-leche, Abends Spaghetti mit extraleckerer Knoblauch-Tomaten-Jagwurst-Soße.
Nachtrag aus dem kalten Berlin im Oktober: Raymarine bietet einen Festpreisreparaturservice - für 156 Euro kann man den Windgeber reparieren lassen. Und wir hatten glücklicherweise der Versuchung widerstanden, das Ding einfach über Bord zu werfen und es statt dessen einige tausend Meilen bis nach Hause geschippert.
Also Rücksendemarke ausgedruckt, das Teil in ein Paket gepackt und nach England geschickt. Eine Woche später habe ich ihn zurück. Fehlerbeschreibung: "Corrosion at Cable", alles repariert, Rechnungsbetrag: 0.00Euro inklusive der Versandkosten. Klasse Service!
Mittwoch, 30. Januar 2013
Mindelo
Wir sind am frühen Morgen des 28. Legen wir mit freundlicher Hilfe von zwei Marineros an der Marina Mindelo an. Durchatmen, Lachen, ein leckers Glas Belvenie. Die Einfahrt in den Hafen erwies sich als sehr abenteuerlich, da es zum einen sehr dunkel war, die Beleuchtung, abgesehen von den tausenden sinnlosen Lichtern, quasi nicht vorhanden war und das GPS doch einen klaren Versatz zur Wirklichkeit aufwies. Aber Lukas hat uns mit Leos Unterstützung sicher an den vorgelagerten Fels und steilen Wänden vorbeimanövriert. Mindelo ist schon sehr afrikanisch und wohl aus Sicht der Zivilisation am weitesten von Zuhause weg. Die Leute sitzen auf der Straße und verkaufen alle die gleichen Sachen: Schuhe, Sonnenbrillen und einen kleinen Gaskocher. In den Läden gibt es viel buntes Plastezeug und bunte Klamotten. Auch Hello Kitty ist zahlreich vertreten. Sehr viel Krimskrams. Die Stadt ist aber doch recht sauber, was heißt sie stinkt nicht und die Müllberge halten sich in Grenzen. Die Leute sind nett und außer einem Angebot von frisch gefangenem Fisch wird man auch in Ruhe gelassen. Das Klientel der Segler hier in Mindelo unterscheidet sich doch recht deutlich von dem in Santa Cruz. Die langhaarigen Beutelhosen-Träger haben merklich zugenommen. Als Bachelorstudent im siebten Semester auf vier monatigem Segelturn kann man da nur mit dem Kopf schütteln. J
Nein sie sind ja ganz lieb und es wird fleißig gesungen und jongliert. Am interessantesten sind die Gefährte mit denen sie sich über den Teich bewegen wollen. Wo wir doch eher Wohnmobilstandard haben ist es bei ihnen das Zelt. Meine Haare sind auch schon fleißig gewachsen und nachdem mir auf dem Steg Weed angeboten wurde steht einmal mehr fest: Die Dinger kommen ab. Leo meinte zwar das ginge schon und ich könnte doch noch etwas auf dem leeren Ankerkettenfass herum trommeln und meine Sicht auf die Welt kund tun, aber genug ist genug. J
Heute werden noch ein paar Besorgungen gemacht und die saubere Wäsche abgeholt. Gegen 16 Uhr geht es dann wieder auf das Wasser.
Oh fast vergessen, kurz nach Sichtung der Cape Verde surrte unsere Angel los. Ich ergriff das gute Stück und fand einen recht kapitalen Fisch am Ende der Leine. Leider fand dieser nach 10 menütigem Drill und Hilfe der Windsteueranlage wieder den Weg in die Freiheit. Aber das Angelfieber war geweckt.
Liebe Grüße nach Hause
Chris

