Montag, 5. August 2013

Aura zu Gast beim ASV Kiel

Wie bereits kurz erwähnt, liegt die Aura z.Z. beim ASV Kiel, direkt neben deren Flaggschiff, dem Peter von Danzig.
Wir wurden super nett aufgenommen und können bis zum nächsten Wochenende zu Gast sein.

Im Cockpit liegend genoss ich gestern Abend die letzte Sonne und den Blick auf die Förde, als es vom Steg schallte: "Hallo Nous, ich bitte an Bord kommen zu dürfen!" Und schon enterte ein jetzt in Kiel lebender Berliner ASVer die Aura. Es gab ein großes Hallo, ruckzuck kamen andere ASVer und einige Runden Bierchen dazu. Am Ende des Abends voller Geschichten aus vergangenen Tagen folgte dann die Einladung zum Grillen am Dienstag. Dann wollen wir mal!

Die Aura wird bis zum Samstag, 10.8., in Kiel liegen. Wer Lust auf einen Besuch hat, ist herzlich willkommen. (Bitte vorher kurz bei mir anrufen, nicht dass ich gerade wegen Grillen oder anderer wichtigen Tätigkeiten nicht an Bord bin.)

Danach wird die Aura einen ca. 4-tägigen Trip Richtung Kröslin/Wehrland machen. Mitsegler sind herzlich willkommen.


Bis denne
Nous

Samstag, 3. August 2013

Von Rendsburg nach Kiel


Die kleine Marina bei Rendsburg, in der wir die Nacht verbracht haben, stellte sich als die Perle des Nord-Ostsee-Kanals heraus. Der Hafenmeister dort war extrem freundlich und erläuterte uns gleich die Möglichkeiten des Ortes.
Gerade renovierte Räume für die Gäste mit Küche, Bibliotheks- und Fernsehzimmer, kostenlose Leihfahrräder für den morgendlichen Weg zum Bäcker und nicht zuletzt sehr großzügige Wasch- und Duschräume hinterließen einen vorzüglichen Eindruck.
Besonders die Duschen sind zu erwähnen, mit gaaanz viel von glitzerkalt bis kochend heiss einstellbarem Wasser in ganz hartem Strahl und viel Raum zum Umziehen. Dies erreichte auf der steylerschen Hafendusch-Wertung (ein bis fünf Brauseköpfe) eine glatte sechseinhalb.

Der Weg nach Kiel stellte sich wieder als problemlos heraus, nur diesmal nicht ganz so warm. Der Versuch, den Funkverkehr der Kiel Canal Control mit den Lotsen auf den Frachtern zu entschlüsseln, blieb zwar letztendlich erfolglos, vertrieb uns aber die Zeit der Fahrt.

Vor der Schleuse Kiel-Holtenau mussten wir fast eine Stunde auf die Schleusung warten. Nachdem sich schon einige Yachten gesammelt hatten, um auf die Einfahrt zu warten, wurden alle nach einem Frachter vom Schleusenmeister über Funk zu dem Großschiff in die linke Schleusenkammer beordert. "Die Sportboote können steuerbord anlegen, dann ist der Weg zum Bezahlen nicht so weit." Der ganze Pulk machte sich bereit und als die weiße Schleusenampel erstrahlte, ging das Rennen los.
Als erste drängte eine über 50 Fuß neue, große, feine Rennyacht mit junger Besatzung und älterem Skipper, der im weißen Hemd wie ein leitender Angestellter aussah, in die Schleusenkammer, um, nachdem sie erste Position eingenommen hatte, die anderen mit langsamster Fahrt aufzuhalten und dann MITTEN auf der steuerbordschen Schleusenseite festzumachen! Verwirrung im Pulk.

Leo am Steuer der Aura war völlig entspannt dem Haufen hinterhergefahren und als wir die Schleusenkammer erreichten, winkte uns der Schleusenmeister von seinem Balkon auf die Backbordseite der Schleuse - jedoch ganz nach vorn! Der Weg zum Bezahlen über das Schleusentor war aber gar nicht viel weiter und wurde von Nous genutzt, um gleich noch ein paar Biere für den Abend zu erwerben.

Als sich nach kurzer Zeit das vordere Schleusentor öffnete, wurden die Sportboote beordert, vor dem Frachter die Schleuse zu verlassen. Hätte dieser zuerst Fahrt aufgenommen, wären die hinter ihm liegenden Yachten durch den Schub wahrscheinlich zurück in den Kanal geschwemmt worden.  ;-)

Damit war das Rennen natürlich wieder offen! Nach anfänglicher Führung der an der Pole Position liegenden Aura arbeitete sich die große Rennyacht, die "Bank von Bremen" - aufgepasst Jungs, vielleicht findet Ihr Euch ja mal in diesem Blog, wenn Ihr Euer Schiff googled - aus dem chaotischen Mittelfeld nach vorn und tauchte links neben der Aura auf.
Sie stellten aber schnell fest, das die beabsichtigte schnelle Kurve nach rechts, dort wollten wir auch hin, durch einen aus der anderen Schleusenkammer kommenden Frachter verstellt war. Sie machten dann hinter der langsam laufenden Aura einen rennmäßig harten Bogen nach steuerbord, um uns jetzt rechts zu überholen.
Als die Aura das Kielwasser des beschleunigenden Frachters kreuzte und dadurch stark nach recht versetzt wurde, wurde der Platz zwischen uns und der Edelyacht enger.
Mächtiges Geschrei und Gerufe, gefolgt von reichlichem Chaos setzte auf der anderen Yacht ein.
Brüllendes Lachen jedoch auf der Aura...   =8-)

Wir liefen weiter, um schließlich in Innenstadtnähe beim ASV Kiel festzumachen, damit Steyler per Taxi und Bahn den Heimweg antreten konnte.

So sitzt der Verfasser dieser Zeilen jetzt im Zug und verabschiedet sich hiermit von der Aura und der restlichen Crew.

War 'ne klasse Reise mit der Aura, Danke und tschüß!  *schnüff*

Gruß, Steyler

Freitag, 2. August 2013

Kanalfahrt bis nach Rendsburg


Heute hat die Aura mit - wie berichtet - verstärkter Crew - den Weg Richtung Ostsee angetreten.

Nach viel zu frühem Aufstehen, der Abend mit Berichten und Geschichten war doch recht lang geworden, ging es ein paar Seemeilen die Elbe hoch bis nach Brunsbüttel.

Linksabbiegen - Schleuse - Sonne - warm - sehr warm...

Die Fahrt durch den Nord-Ostsee-Kanal, international "Kiel Canal" oder Großvater hätte gesagt: "Kaiser-Wilhelm-Kanal" stellte seemännisch und navigatorisch keine großen Anforderungen. Die mitlaufenden oder entgegenkommenden, nicht ganz so großen Frachter und Tanker kamen zwar sehr nahe, waren aber durch die langsame und vorsichtige Fahrweise beider Seiten keine Gefahr, sondern eher ein "Naherlebnis".

Herausgefordert hat die Sonneneinstrahlung und Wärme, die bei wenig Fahrtwind nur im genässten Shirt - ein Zustand, den es sonst eher zu vermeiden gilt - zu ertragen war.

In übersichtlicher Landschaft, hohem saftigen Busch- und Baumwerk, das den Blick ins flache Land weitgehend verhinderte, dienten also wieder alte Geschichten und Erlebnisse zur Unterhaltung. Soviel konnte man nicht essen und trinken, dass damit der Tag zu füllen gewesen wäre. Alle haben sich den Weg wohl spannender vorgestellt.
Spannen tut jetzt nur das Gesichtsleder...

Kurz hinter der frisch renovierten, hundertjährigen Schwebefähre von Rendsburg, die unter einer Eisenbahnbrücke hängt, sind wir dann links abgebogen, um in einer kleiner Marina für die Nacht einzukehren.
Ein Sprung in das kühle Kanalwasser zeigte, dass wir schon recht weit vorangekommen sind, denn der Salzgehalt des Wassers hat erheblich abgenommen.
Schwimmen war dennoch möglich, Auftriebsprobleme wegen mangelnder Verdrängung traten bei keinem auf.   ;-)

Nous kocht gerade, wir arbeiten also weiter an der Verdrängung, der Salzgehalt des Wassers wird ja weiter sinken...

Grüße von der Aura auf dem Weg in die Ostsee!

Cuxhaven, jetzt mit "v"


Gestern: Die Aura liegt in Cuxhaven und Nous und Steyler haben sich nach kurzem Schlaf kaum von der durch Regen und Schiffsverkehr spannenden und anstrengenden Einfahrt in die Elbe erholen können.

Schon am frühen Morgen - so etwa gegen zwölf Uhr dreißig - rief Leo aus Berlin an: "Ich komm' dann heute abend."
Jetzt brach Hektik aus, der Eigner kommt. Das Schiff musste in einen standesgemäßen Zustand versetzt werden. Manches war in den letzten Tagen im wahrsten Sinne des Wortes "liegengeblieben". Aus dem Ausspann-Abkling-Tag wurde nichts, die Wiedersehensfreude jedoch überwog bei Weitem! Schließlich müssen manche Dinge berichtet und noch mehr Geschichten erzählt werden.

Nous und Steyler nahmen später ein festliches Abendessen - Käptn's Dinner gewissermaßen - im Restaurant des Yachtclubs ein. "Wegen des in letzter Zeit stark gestiegenden Krabbenpreises"  - so in der Karte - wird dort ein Zuschlag auf den Preis von Speisen mit Krabben erhoben, dessen jeweilige Höhe bei der Bedienung zu erfragen ist. Aktuell ist dies ein Euro.   8-o

Dann machten sich die beiden auf, um Leo vom Bahnhof abzuholen. Solch ein Empfang ist bei Crewwechsel oder Besuchen auf der Aura mittlerweile zur Tradition geworden.

Auch in Cuxhaven gibt es außerhalb der touristischen Pfade viel zu entdecken, so beispielsweise auf dem Weg zum Bahnhof, unweit vom Hafen "Alte Liebe", einen Händler, der neben Schiffsbedarf und Yachtzubehör auch Erotikartikel und Dessous anbietet. Eben alles, was der Seemann braucht!  =8-)

Noch bevor der Zug aus Hamburg einfuhr, schloss die Bahnhofsvorsteherin die Bahnhofstüren ab, so dass nach herzlicher Begrüßung die nun drei den "Nachtausgang" des Bahnhofs, einen Pfad um das Bahnhofsgebäude herum, benutzen mussten, um zurück zum Yachthafen zu finden.

Beim Willkommensbier konnte nun die Nachtansicht der vorbeifahrenden dicken Pötte bestaunt werden, die schon bei der nächtlichen Einfahrt in die Elbe für Kopfschütteln gesorgt hatte. Oft sind die großen Tanker und Containerschiffe von Halogenstrahlern so festlich beleuchtet, dass Positionslaternen und andere nautische Lichtzeichen erst bei genauem Hinsehen aus nächster Nähe auszumachen sind.
Aber wahrscheinlich werden Positionslaternen im Zeitalter von GPS, AIS, integrierter Seekarte und anderen elektronischen Hilfsmitteln nur noch im Gedenken an nautische Traditionen geführt.

Die dicken Pötte bestaunen auch die Schiffsspotter in ihren Wohnmobilen, die auf dem betonierten, mit Industriezaun umfriedeten Wohnmobilstellplatz direkt neben dem Yachthafen Aufstellung genommen haben. Dieser Platz wird in eingeweihten Kreisen auch "die Platte" genannt, erlaubt aber denen, die rechtzeitig reserviert und langjährige Erfahrung haben, den Schiffsverkehr in der ersten Reihe aus dem Wohnmobil heraus zu beobachten. Die anderen müssen mit Klappstühlen auf ihre Peilposition ziehen.
Für alle diese Schiffsenthusiasten hat der merkwürdige Platz aber entscheidende Vorteile: Das enge Fahrwasser verläuft hier hier direkt unter Land, alle Schiffe müssen hier durch, sowohl die Hamburg anlaufenden, als auch die, die durch den Nord-Ostsee-Kanal wollen. Und der Blick geht nach Nordnordost, eine günstige Fotoposition mit der Sonne die meiste Zeit im Rücken.

Wir aber werden auch morgen wieder aus entspannter Cockpit-Frühstücks-Position unsere Beobachtungen machen können.

Grüße von der Aura,
Leo, Nous und Steyler

Donnerstag, 1. August 2013

Aura in Cuxhafen fest


Angekommen 5:30 Uhr.
Leo, kannst kommen, Schiff ist da....

Gruß Nous & Steyler

Aura in Cuxhaven

Um 05:30 hat die Aura die Hafeneinfahrt passiert und unter Flaggenparade festgemacht.
Glückwunsch!







Die Telemetrieabteilung

Mittwoch, 31. Juli 2013

Die Aura ist in Deutschland

Soeben haben wir die Seegrenze von den Niederlanden zu Deutschland übersegelt.
Bis zur Pichelhuette in Berlin sind es jetzt noch 252 Seemeilen. Oder besser gesagt knapp 470 km, da es sich um die Luftlinie handelt. Wie viele Seemeilen es bis zum erreichen des Heimathafens wirklich werden wird sich ergeben.

Gruesse Steyler ubd Nous